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Eindrücke von der „Großen Forst-Großem Boss-Bürgerversammlung“ (22.04.2008 12:41)

Seltsam – auf dem Podium nur Befürworter und kein Vertreter ökologischer Gutachten oder einer Bürgerinitiative. Das letzte Wort hatte Boss-Permira, ganz wörtlich, es war tatsächlich der letzte Redebeitrag. Dann betrachte ich über lange Redebeiträge hinweg das vorne eingeblendete computergrafische Bild. Die Überschrift: „Perspektive“.

Ach ja, Perspektive. Aus welcher Perspektive ist dieses Bild aufgebaut? Die Bäume wirken größer oder gleichgroß und der geplante Gigant als – wie sagte Professor Kai Bierich vorne – tatsächlich als „Diminuitiv“. Im Vergleich zur Straße im Vordergrund winzig. Froschperspektive also. Etwas tiefer und ein Grasbüschel würde das „Diminuitiv“ überragen. Weshalb?
Natürlich: Jeder verkauft sich professionell. Aber es wird keine wirkmächtige Darstellung eingeblendet, die das Kontra aufzeigt.

Dann die 400 neuen Arbeitsplätze – vom OB Heirich vor geraumer Zeit als gewolltes Totschlag-Argument lanciert und von manchen Gemeinderäten willig aufgegriffen. Bei genauer Nachfrage beim Boss-Vertreter fallen sie zusammen wie ein Kartenhaus, die 400 Arbeitsplätze, Wischiwaschi, Fragezeichen. Dabei waren sie D A S Argument der Befürworter. Zum durchschnittlichen Netto-Verdienst und Ausbildungsplätzen kann zu diesem Kardinal-Argument keine Angabe gemacht werden, auch nicht dazu, wo in Spanien und anderswo Arbeitsplätze wegfallen.

Heirich gab sich davon völlig unbeeindruckt wie von den über ihm übergebenen 5000 Unterschriften. Von den zahlreichen Wortmeldungen zählte ich gerade Mal drei Befürworter, die übermächtige Mehrheit sprach sich eindeutig deutlich dagegen aus. Nicht auf alle Fragen wurde eingegangen, einige selektiv ignoriert, einem Landwirt vom OB unterstellt, er hätte angedroht, Gülle und Mist in das „Diminuitiv“ zu kippen.
Der Boss-Vertreter auf die Frage nach der Wirkung der Abwärme des gigantischen und so gar nicht diminuitiven und schon gar nicht der Nachhaltigkeit unterliegenden Stromverbrauchs sinngemäß: Wir heizen nicht so sehr und die Abwärme wird mehrmals durch das Gebäude geleitet.

Jetzt die Frage: Wie wird auf den auch hier eindeutig zum Ausdruck kommenden Bürgerwillen weit überwiegender Mehrheit eingegangen? Meine Prognose: Das Ganze war für den OB eine reine scheindemokratische Pflichtübung, unangenehm manchmal, aber Augen zu und durch. Und weiterhin ignorieren.

Ein nachdenklicher Nürtinger Zuhörer
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Beitrag Autor Datum
Eindrücke von der „Großen Forst-Großem Boss-Bürgerversammlung“
Nachdenklicher Nürtinger Zuhörer 22.04.2008 12:41
Re: Eindrücke von der „Großen Forst-Großem Boss-Bürgerversammlung“
Nürtinger Zuhörer 22.04.2008 13:06
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