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Die Fotoausstellung STATTbilder im Rathaus stößt auf reges Interesse - 6.3.2016
Die besten Fotos aus zehn Jahren Online-Fotogalerie der Nürtinger STATTzeitung

  (mw) Über zehn Jahre gibt es die STATTzeitung im Internet. In der Online-Fotogalerie sind im Laufe der Zeit tausende Fotos zusammengekommen. Ein Teil der Besten ist derzeit im Rathaus Nürtingen ausgestellt. Die Vernissage war sehr gut besucht, lange blieben die Eingeladenen beim Betrachten der Fotos und Fachsimpeln zusammen. Auch zu den Öffnungszeiten des Rathauses stößt die Fotoausstellung auf reges Interesse.

Einen „liebevollen, hintergründigen, scharfsinnigen und amüsanten Blick auf Nürtingen“ präsentiert die Ausstellung STATTbilder. Über zwanzig großformatige Fotos zu einzeln für sich stehenden Themen und ebenso viele kleinformatige, die thematisch gruppiert sind, lassen - so Laudator Helmut Stotz - mehr Details erkennen und hätten noch einmal ganz andere Wirkung als am Bildschirm.

Am 17. Februar eröffnete Bürgermeisterin Claudia Grau die Ausstellung, der Bürgersaal war hierbei gut gefüllt. Die Stimmung war sehr gut. Als Bürgermeisterin Grau in ihre Begrüßung einfließen ließ, bei dem Bericht über ihre erste Gemeinderatssitzung in Nürtingen habe Thomas Hauptmann geschrieben, sie sei in Nürtingen noch nicht ganz angekommen, ging ein verständnisvolles Schmunzeln durch das Publikum. Die Laudatio hielt unser ehemaliges Redaktionsmitglied Helmut Stotz. Er schilderte seine persönlichen Eindrücke und verriet, dass das Foto mit dem Klingelschild, auf dem geschrieben steht „Klopfen bitte!“, ihm am besten gefalle. Helmut Stotz betonte, dass die Ausstellung "mit einem besonderen Blick auf die Dinge überrasche", und nicht einfach Fotos aus Nürtingen aneinanderreihe. Daher bestehe sie aus "skurrilen, originellen und unerwarteten Bildmotiven". Die ergänzende Pointe finde der Betrachter im beigefügten Titel.

Helmut Stotz verwies auch auf die Geschichte der STATTzeitung, die er in der Printära selber miterlebte. Er erinnerte daran, dass die STATTzeitung wegen des geplanten Baus eines Atombunkers in Nürtingen eine gut besuchte Veranstaltung organisierte. Sie habe großen Anteil an der Meinungsbildung gehabt, die schließlich per Bürgerentscheid am 16. März 1986 zur Ablehnung des Bunkerbaus geführt hat. Auch erzählte er davon, wie jemand bei einer Veranstaltung gegen Abtreibung die Filmrolle mit dem umstrittenen Film "Der stumme Schrei" dem damaligen evangelischen Dekan wegschnappte, damit fortrannte und Abtreibungsgegner danach völlig "von der Rolle" waren, die STATTzeitungsreportierin habe geknipst und geknipst und geknipst. Die STATTzeitung war Teil der Bewegung. Solche Anekdoten nahm das Publikum humorvoll zur Kenntnis, manche der damaligen Akteurinnen und Akteure waren auch anwesend.

Die Anfänge der STATTzeitung und die Situation im Jahr 1980 hier in Nürtingen legte Helmut Stotz präzise dar. Es sei kein Wunder gewesen, dass die STATTzeitung mit ihrer "kritischen Berichterstattung" und ihren "Aktionen" angeeckt habe. "Der offene und schonungslose Umgang mit brisanten kommunalenThemen" habe "vor allem bei Vertretern des Gemeinderates heftige Reaktionen hervorgerufen". Heute stelle sich die Situation "doch etwas entspannter dar", ja, man könne "fast von einem Tag der Versöhnung reden". Helmut Stotz erwähnte auch, dass ihm das Klima in der Redaktionssitzung auch heutzutage gut gefalle.

Nach der Laudatio gab es Gelegenheit, mit dem Glas in der Hand und gestärkt durch Häppchen die ausgestellten Fotos anzuschauen und zu plaudern. Allerhand lokale Kunstprominenz war zusammen gekommen, auch Hildegard Ruoff ließ es sich nicht nehmen, trotz ihres Alters mit dem Taxi zu kommen.

Die Ausstellung ist bis 18.03.2016 montags bis mittwochs von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, und donnerstags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr, freitags 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet.


Abbildung oben: Kulturamtsleiterin Susanne Ackermann und Hildegard Ruoff als interessierte Betrachter bei der Eröffnung der Ausstellung STATTbilder, Fotos: Manuel Werner


 


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