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Tschüss STATTzeitung! - 12.2.2020

  Im Schwaben-Alter von vierzig Jahren sagt die Nürtinger STATTzeitung nach langer Reflexion schweren Herzens Servus. Im Jahr 1980 erblickte sie als Druckmedium das Licht der Welt. 2004 ging sie online. Zwei Jahre darauf wurde sie von der Stiftung Journalistenakademie mit dem Alternativen Medienpreis der Sparte Internet ausgezeichnet. Die Kriterien hierfür waren neben innovativem Journalismus: „Außergewöhnlich, andere Wege als der Mainstream nutzend, engagiert, kritisch, nicht populistisch“.

STATTzeitung war eine Mitmachzeitung, ein selbstverwaltetes und ehrenamtliches Zeitungsprojekt. Lokaler Journalismus ist nötiger denn je. Doch die STATTzeitung starb letztendlich wegen zu wenig Mit- und Zuarbeitenden und der fehlenden finanziellen oder sonstigen Möglichkeit, den Internet-Auftritt über einen solch langen Zeitraum immer den geänderten Anforderungen anzupassen und auch smartphonekompatibel zu werden.

Lange Zeit hielten drei ehrenamtliche Macher der Redaktion, Marion, Thomas und Manuel, die STATTzeitung als Nürtinger Plattform unermüdlich am Laufen. Oft stellten sie nach den wöchentlichen Redaktionssitzungen jeden Tag einen neuen Beitrag online: Berichte vom Gemeinderat, Kneipentests, Artikel zur kulturellen und sozialen Vielfalt in Nürtingen, wenn nötig kritische Rechercheergebnisse, aber auch NTouren, Fotos der Woche, Termine, Rezensionen und vieles mehr. Sie verteidigten das lokale Revier der Gegenöffentlichkeit aufrecht mit unabhängigem und seriösem Journalismus gegen Populismus, Fakenews und Althergebrachtem, nach dem Motto: „Frag nie nach einem Abo! Wir sind nicht käuflich!“ Das Redaktionsteam ermöglichte jedem, der wollte, Beiträge zu veröffentlichen. Zuletzt nutzten Studierende der HfWU mit Professor Baisch die STATTzeitung für eigene Artikel im Rahmen eines Studienprojektes. Uwe Gottwald (Nürtinger Zeitung) und das Redaktionsteam der STATTzeitung schulten zuvor deren journalistisches Schreiben, das durch den Prozess der Artikelentstehung weiter perfektioniert wurde.

Doch die animinierte Figur "Kilroy is watching you" macht nun nicht mehr als Gegenpol zu Hofberichtserstattung oder Abhängigkeiten auf Tatsachen und Missstände aufmerksam. Als digitales kulturelles Erbe sollen die Inhalte wenn möglich erhalten werden, jedoch offline, und dem Stadtarchiv zur Aufbewahrung angeboten werden. Überregional wurde die Bedeutung der STATTzeitung bereits in der Druckära erkannt. Denn Exemplare der Druckversion der Nürtinger STATTzeitung sind in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) der Staatsbibliothek Berlin und der Deutschen Nationalbibliothek gelagert. Die Friedrich-Ebert-Stiftung bewahrt alle Exemplare der Printära, davon ist ein Teil auch in der Württembergischen Landesbibliothek wie auch im "Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit" in Berlin archiviert. Auch für das Stadtarchiv wird eine erschlossene Gesamtausgabe der gedruckten Zeitungen vorbereitet.

Das Redaktionsteam bedankt sich bei allen, die STATTzeitung unterstützt haben. Wir hatten eine großartige Zeit!

Die Redaktion



 


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© 2004-2020 Nürtinger STATTzeitung