Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar
Leserbriefe

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Politik
 
Atommüll – Entscheidungen für Jahrtausende - 2.12.2014
Sylvia Kotting-Uhl (MdB) in Nürtingen

  (pm) Tausende Fässer radioaktiver Abfälle lagern im ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe und warten auf eine Endlagerung. 1692 davon sind korrodiert. Ende November berichtete die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl auf Einladung des Kreisverbandes Esslingen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Nürtinger Seegrasspinnerei als Mitglied der Endlagerkommission über eine „Historie voller Fehler und die Chance für einen Neuanfang“.

Mit vielen Details informierte sie ihre sehr interessierte Zuhörerschaft im gut besetzten Saal der KulturKantine über die drei wichtigsten Atommüll-Kategorien, die zu lagern sein werden, und über die vorhandenen Mengen in Deutschland. Dann berichtete sie über die bereits misslungenen Versuche, geeignete Lagerstätten auszuweisen: Das Atommülllager Asse sei bekanntlich sehr marode, Wasserzutritt das Hauptproblem, alle 125.787 Fässer müssen wieder raus. Das Endlager Morsleben – auch hier gilt eine Stilllegung als problematisch. Standort Gorleben – der jahrzehntelange Großkonflikt hat die jetzt begonnene systematische Endlagersuche erst ins Rollen gebracht. „Die folgende Diskussion“, kommentiert Kreisvorstand Uwe Janssen, „zeigte, dass auch abseits der geologisch grundsätzlich geeigneten Standorte viele Menschen sich Sorgen um die Beherrschbarkeit des Atommülls für Jahrtausende machen.“
Die 34köpfige Kommission, die mit je acht Mitgliedern von Landesregierungen, Bundestagsabgeordneten, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft besetzt ist, soll nun bis Ende 2015 die Voraussetzungen schaffen, damit in den Folgejahren ein Endlager gefunden werden kann; so sieht es das Standortauswahlgesetz vor. Dazu zählen die Regelung der Öffentlichkeitsarbeit und die Evaluierung und, ganz besonders, die Erarbeitung der objektiven Suchkriterien. Ihr Fazit: „Von der Atomenergie haben zwei Generation profitiert, indem sie billigen Atomstrom beziehen konnten. Die kommenden Generationen haben aber über Jahrtausende die Gefahren und Folgekosten zu tragen“.
 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung