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  Politik
 
Nürtingen - eine freundliche und weltoffene Stadt - 31.1.2017
In der Seegrasspinnerei wurde über die Zukunft von „Nürtingen ist bunt“ beraten

 

(to) Nach der großen Resonanz beim Aktionstag „Nürtingen ist bunt“ am Samstag, 21. Januar, in der Nürtinger Innenstadt trafen sich am Sonntagmorgen darauf rund 50 Mitwirkende in der Alten Seegrasspinnerei, um über ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Zunächst sammelte die Runde Eindrücke vom samstäglichen Event, analysierte sodann das Phänomen des Rechtspopulismus im Allgemeinen und fragte sich zugleich, wie damit stimmig umzugehen sei.

Die Rückblicke auf den Aktionstag am Samstag fielen durchweg sehr erfreulich aus: Dass eine so große Zahl der Menschen nicht nur gekommen waren, sondern sich auch trotz kurzer Vorbereitungszeit auf kreative Weise eingebracht haben, verwunderte im positiven Sinne. Der einzige Wermutstropfen sei gewesen, dass man dafür den AfD-Parteitag als Anlass gebraucht hatte. Doch hätte das Bündnis „Nürtingen ist bunt“ deutlich gezeigt, dass Nürtingen im Großen und Ganzen eine weltoffene und freundliche Stadt sei und dass es ein vielfältiges Netz von Initiativen und Einzelpersonen gebe, die sich dafür engagierten.

Differenziert wurde sodann über das Phänomen des Rechtspopulismus diskutiert: Parteien wie die AfD sendeten widersprüchliche Signale aus: Einerseits würden sie beispielweise in der Steuerpolitik neoliberale Positionen vertreten, andererseits würden sie gerade um diejenigen werben, die die Verlierer dieser Politik seien.  Einig war man sich auch darin, dass rechtspopulistische Politik ausgrenzend, wenn nicht gar hetzerisch gegenüber Minderheiten und anderen Kulturen sei – weiterhin, dass sie gefährlich mit realen und vermeintlichen Ängsten der Menschen spiele.

Letztere Beobachtung war zugleich das Sprungbrett für die Frage, wie in Nürtingen dem Rechtspopulismus erfolgreich begegnet werden könne. Dabei gelte es eine Gratwanderung zu bestehen: Denn einerseits müsse man dessen Auswüchsen klare Positionen entgegenstellen, andererseits sei es nicht ratsam, diejenigen, die andere ausgrenzten, nun ihrerseits auszugrenzen. Damit verfinge man sich nämlich in der Logik derer, die man kritisiere.

In diesem Zusammenhang war mehrmals von Dialogfähigkeit die Rede: Dialog finge damit an, dem anderen bewusst zu zu hören. Konkret wurde daraufhin ins Auge gefasst, in Nürtingen Räume zu schaffen, in denen nicht zuletzt denen zugehört wird, die für rechtspopulistische Parolen empfänglich seien. Dabei könnten heikle Themen wie bezahlbares Wohnen angesprochen werden. Die Ängste vor Geflüchteten könnten gemindert werden, wenn es mehr Möglichkeiten der konkreten Begegnung gebe.

Andere Stimmen sahen den Sinn des Bündnisses „Nürtingen ist bunt“ in seinem spontanen Charakter, weshalb es nicht institutionalisiert werden solle. Es sei vielmehr beruhigend zu wissen, dass es – wenn nötig – jederzeit wieder zum Leben erweckt werden könne.

Letztlich einigte man sich aber darauf, die Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus in Nürtingen dauerhaft und gezielt fortzuführen – unter anderem mit Aktionen und Veranstaltungen. So wird das Forum zukunftsfähiges Nürtingen noch im Frühjahr einen Vortrag zum Thema „Rechtspopulismus“ organisieren.

Bereits für Mittwoch, dem 8. Februar 2017, 20 Uhr wurde ein weiteres Treffen in der Alten Seegrasspinnerei vereinbart: Bei diesem soll sich ein neues Koordinationsteam „Nürtingen ist bunt“ bilden, zugleich wird das weitere konkrete Vorgehen beraten. 



 


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