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  Verkehr
 
Neue Wege und neue Technik für die Busse - 8.8.2013
Schillerplatz soll vom motorisierten Verkehr befreit werden

 

(th) End Juli diskutierte der Gemeinderat darüber, ob die Stadtbusse künftig nicht mehr den Schillerplatz überqueren dürfen, sondern stattdessen den Rand der Innenstadt über die Frickenhäuser Straße und die Straße am Kührain erreichen sollen, wodurch die Überquerung des Schillerplatzes auch für andere Fahrzeuge zum Beispiel durch Poller verhindert werden kann und der Schillerplatz besser für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Norbert Morgenthaler begrüßte für die CDU den Vorschlag und regte an, beim anstehenden Umbau des Ochsenbrunnens Wasserspiele zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Schillerplatzes vorzusehen. Dabei bekannte Oberbürgermeister Otmar Heirich, dass seine Überlegungen noch viel weiter gehen, denn der Ochsenbrunnen störe die Nutzung des Platzes ohnehin.
Otto Unger teilte mit, dass auch die Freien Wähler für eine Befreiung des Schillerplatzes vom Verkehr seien und regte an, dass die Volksbank die Zufahrt zu ihrem Parkplatz wieder über die östliche Kirchstraße ermöglichen sollte (was schon früher eine beliebter Vorwand war, mit meist optisch und akustisch auffälligen Fahrzeugen am Rand der Innenstadt auf und ab zu fahren).
Bernd Sackmann verkündete hingegen, dass die Nürtinger Liste / Grüne gegen die Maßnahme sei, weil für die Busse der Weg über den Schillerplatz der kürzeste sei, störende PKWs auch auf andere Weise von dem Platz ferngehalten werden könnten und Veranstaltungen mit Außengastronomie dort wohl eh nicht funktionierten.
Markus Knöll von der SPD hingegen unterstützte den Vorschlag der Verwaltung und mahnte, mögliche Gefahren des Busverkehrs für die Schüler der Mörikeschule zu beachten.
Die Jungen Bürger sprachen sich für die Verkehrsfreiheit des Schillerplatzes aus, wohingegen die FDP laut Werner Oelkrug dagegen plädierte, "gerade für ältere Bürger ist es wichtig, so weit wie möglich in die Innenstadt fahren zu können," außerdem sei auf dem Schillerplatz auch mehr Platz für die Busse.
Bei 10 Gegenstimmen votierte also die Mehrheit des Gemeinderates für die Änderung der Buslinienführung zunächst während einer Testphase.

Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Stadtbusse, für die nämlich nach der Anschaffung eines neuen Verkehrsrechners und der Umrüstung der Lichtsignalanlagen in der Stadt die Ampeln bei Annäherung bevorzugt auf grün schalten sollen. Jürgen Karajan vom Büro Karajan erläuterte die Kosten des empfohlenen Angebotes und die Förderbeiträge. Für die Anschaffung des Verkehrsrechnersystems mit Erneuerung der Ampelanlagen und Busbeschleunigung hat die Ausschreibung Kosten von insgesamt drei Millionen Euro ergeben, wohingegen man vor drei Jahren die Kosten noch auf vier Millionen Euro geschätzt hat. Davon wird der Bund eine Million Euro übernehmen. Für die zwei Millionen Euro, die die Stadt Nürtingen zahlen muss, erhält sie noch Fördermittel in Höhe von über einer Million Euro vom Land. Dazu kommen die Wartungskosten für die Ampelanlagen, die in den nächsten zehn Jahren dank effektiverer Technik (LED) und konkurrierender Ausschreibung nur noch 560.000 Euro gegenüber bisher 760.000 Euro betragen sollen.
Ulrich Bentsche stimmte dem Anschaffungsvorschlag für die CDU zu.
Ebenso Bernd Sackmann für die Nürtinger Liste / Grüne, der empfahl, die Erneuerung der Ampelanlagen mit der Technik zur Busbeschleunigung vom Omnibusbahnhof zu entwickeln.
Der im Roßdorf wohnende Hans-Wolfgang Wetzel von der SPD stimmte dem Anschaffungsvorschlag ebenfalls zu, plädierte aber dafür die Erneuerung von der Südtangente aus zu beginnen, wodurch die künftige Fahrtzeitverlängerung für die Busse durch die Umleitung am Schillerplatz ausgeglichen werden könnte.
"Wir sind zwar nicht gegen die Anschaffung, aber die Kosten, die wir hier beschließen, werden nie bei der Diskussion über von uns beantragte Kreisverkehre berücksichtigt," erklärte Achim Maier von den Jungen Bürgern.
Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde der Anschaffung zugestimmt.


 


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