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  Verkehr
 
In Nürtingen geht´s bald rund - 13.3.2007
Vorgestelltes Verkehrsentwicklungskonzept sieht nicht nur mehr Kreisverkehre vor

 

(mai) Lange angekündigt, kam das Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt Nürtingen endlich auf den Tisch. In der Gemeinderatssitzung Anfang März wurde das Papier erläutert. Noch sind die meisten Punkte nur Überlegungen, der Ball geht zunächst an die Bevölkerung und dann an die politisch Verantwortlichen zurück. Mit der Veröffentlichung ist dieser Diskussionsprozess eröffnet.

Kürzlich erst wurde die Säerstraße eingeweiht. Sie wurde gebaut um das Krankenhaus aus Richtung Kirchheim besser anfahren zu können. Da sie nun schonmal da ist, wurde überlegt, sie auf der Nordseite des Säerbuckels weiterzuführen um damit eine Nordumfahrung von Nürtingen zu schaffen. Auch eine Abzweigung zu einer Nordumfahrung von Reudern ist dadurch wieder im Gespräch, vor einigen Jahren war aus Umweltschutzgründen auf sie verzichtet worden. Die Nürtinger Nordumgehung würde an der Eisenbahnbrücke Rümelinstraße (Grienbrücke) an bestehende Straßen anschließen. In Oberensingen trifft man auf die nächste geplante Veränderung, einen Tunnel durch den Ort, geradeaus Richtung Westen, bei dem man grob bei der Abzweigung nach Grötzingen wieder ans Tageslicht käme.

Bei der Nord-Süd-Spange geht es hauptsächlich um dem vierspurigen Ausbau der B 313. In Richtung Autobahn ist das letzte Teilstück schon fest geplant (bei einer Bundesstraße ist der Bund zuständig), und an der Wörthbrücke wurden schon die Sägen geschwungen. Soweit sind das keine Neuigkeiten. Auf der Neckarbrücke  könnte ein Fahrstreifen zugunsten von Fußgängern und Radfahrern wegfallen und am stadtseitigen Kopf der Brücke könnte ein Kreisverkehr gebaut werden, in den die Alleenstraße, Neckarsteige und Mühlstraße einmünden. Außerdem sollen etliche Ampeln optimiert werden. Selbst für die Planer strittig ist eine Verlegung der südlichen Eingangsstraße nach Nürtingen. Wenn man also aus Frickenhausen kommt, besteht die Idee, noch vor dem Real links in die Büsche abzubiegen, um dann entlang der Tälesbahn beim Metabo auf die Carl-Benz-Straße zu kommen. Dies bedeutet aber eine reine Verlegung des Verkehrs, was einen Straßenneubau womöglich nicht rechtfertigt.

Geplante Kreisverkehre wären am Lindenplatz Oberensingen und an der Südumgehung beim HöGy. An der Rümelinstraße ist eine Verlegung der Plochinger Straße parallel zur Bahn quasi vom P+R Parkplatz der Bahn bis zur Einmündung der Säerstraße angedacht.

Bei den Verbesserungen für Fuß- und Radfahrer oder für Behinderte sind keine besonderen Brüller dabei, bei den vorgestellten Ideen (bessere Beschilderung etc.) fragt man sich, wieso das nicht sowieso bald gemacht wird.

In der Gemeinderatsitzung bekamen die Gruppierungen und Fraktionen die Möglichkeit, sachlich zum Grobkonzept Stellung zu nehmen, sie hatten sich im Bauausschuss bereits mit dem Thema befasst. Die CDU hält das Konzept für eine tragfähige Grundlage, bei der alle von den Neuplanungen profitieren sollen. Die Freien Wähler wünschen sich ein ausgewogenes Straßennetz, ein zielgerichtetes Vorgehen von äußerem zum inneren Verkehrsnetz und eine Bevorzugung des ÖPNVs. Die SPD gibt zu bedenken, dass entlastende neue Straßen auch gewaltige Eingriffe in die Natur bedeuten. Die Nürtinger Liste/Grüne fühlt sich bei der Säerstraße über den Tisch gezogen, so hatten sie sich die Stichstraße nicht gedacht, zudem lehnen sie die bahnparallele Trasse an der Rümelinstraße ab. Die Jungen Bürger wollen durch Tempo 60 auf der B 313 schneller ans Ziel kommen. Die FDP signalisiert im Großen und Ganzen Zustimmung für das Konzept, mahnt aber an, für Bushaltestellen Haltebuchten anzulegen, damit der Verkehr nicht unnötig behindert wird.

Die Bevölkerung ist jetzt aufgerufen Stellung zu nehmen, Herr Seyfried vom Tiefbauamt sammelt die Anregungen. Detailgespräche sollen laut Oberbürgermeister Heirich erst nach der Sommerpause im Gemeinderat stattfinden.


 


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