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  Arbeitswelt
 
Smart Mob "Die Pflege liegt am Boden" in Nürtingen - 25.3.2014
Protest gegen den Pflegenotstand

  (pm) Am Samstag, den 8. März 2014 um 16.00 Uhr lagen ca. 25 Frauen und Männer auf dem Boden des Schillerplatzes in Nürtingen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pflegeberufen und pflegende Angehörige protestierten damit gegen den Pflegenotstand und für bessere Arbeitsbedingungen.

Eine knappe Viertelstunde verharrten sie mit beschrifteten Plakaten. Die Pflegepädagogin Cornelia Zink organisierte diesen Smart Mob zum ersten Mal in Nürtingen. Sie wurde unterstützt von der Nürtinger Pflegedienstleiterin Christina Muhr sowie von Andrea Mayer von "Pflege am Boden" aus Stuttgart, einem von Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbänden unabhängigen Zusammenschluss von in Pflegeberufen arbeitenden Menschen und pflegenden Angehörigen.

Unter dem Motto „Die Pflege liegt am Boden„ wurden am vergangenen Wochenende zum sechsten Mal Smart Mobs in etwa 80 Städten deutschlandweit durchgeführt. Diese wurden über soziale Netzwerke, E-Mails und persönliche Gespräche organisiert und hatten die derzeitigen Zustände in der deutschen Pflegebranche zum Inhalt.

Die Liegenden sind der Ansicht, dass auf die Missstände in der Pflege hingewiesen werden muss und dass es nicht mehr ausreicht, nur zu reden oder zu jammern. Pflege ist Arbeit am Menschen. Die Situation der Pflegenden hat sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert. Die täglichen Herausforderungen werden erschwert durch Arbeitskräftemangel, zu niedrige Bezahlung und eine geringe Wertschätzung der Tätigkeit. Unter diesen Voraussetzungen wird die pflegerische Arbeit physisch und psychisch immer belastender. Die Pflegenden liegen am Boden. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen wird der Pflegeberuf für Menschen, die ins Berufsleben einsteigen, immer unattraktiver. Und das in Zeiten des Pflegenotstands. Es steht immer weniger Zeit zur Verfügung für immer mehr zu pflegende Menschen. Durch den erhöhten Aufwand für die Dokumentation der Pflege geht wertvolle Zeit für den Dienst am Patienten verloren.

Mit ihrer Aktion wollen die Pflegekräfte die Öffentlichkeit und den Gesetzgeber auf die Lage der Pflege aufmerksam machen. Sie möchten Veränderungen auf politischer Ebene erwirken, die die Arbeitsbedingungen für Pflegende verbessern und ausreichend Zeit für die Bedürfnisse der zu Pflegenden garantieren. Das schließt einheitliche Personalbemessungen, um Pflegebedürftige adäquat versorgen zu können, mit ein.

Die pflegerische Arbeit ist intensiv und oft auch mühsam. Eine diesen Anforderungen entsprechende Entlohnung ist angebracht und wird von den Protestierenden eingefordert. Die Beziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten muss bewahrt und wieder dem Menschen würdig und zugewandt gestaltet werden können. Darum legen sich die Pflegenden auf den Boden: um andere dazu zu bewegen, aufzustehen und mit ihnen für diese Ziele einzustehen.

MITMACHEN KANN JEDER

Die Initiatoren laden alle herzlich ein, an ihrer Aktion teilzunehmen: examinierte und zukünftige Pflegekräfte, Ärzte, Angehörige und Menschen, denen das Thema am Herzen liegt. Gemeinsam zeigen sie: Pflege ist ihnen wichtig und sollte auch in der Politik eine größere Rolle spielen, denn das Thema geht alle an. Die nächsten Smart Mobs sind  am 12. April 2014 bundesweit geplant. Weitere Informationen sind unter
www.pflege-am-boden.de sowie www.facebook.com/PaBNuertingen?ref=hl zu finden. Anregungen, Fragen oder konstruktive Kritik können an pabnuertingen@s515847459.online.de gesendet werden.



 


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