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  Soziales
 
Mehr Platz für Unter-Drei-Jährige - 13.8.2013
Nachfrage geringer als die Anforderungen

 

(th) Bei der Vorstellung der Grundzüge des Kindergartenmasterplans in der Julisitzung des Gemeinderates sprang Christine Arbogast, Leiterin des Amtes für gesellschaftlichen Wandel, souverän für Claudia Reiser vom Büro IMAKA ein, die nicht rechtzeitig von Paderborn nach Nürtingen kommen konnte. "Der Kindergartenmasterplan dient dem Ziel, die Kinderbetreuung qualitativ weiter zu entwickeln und finanziell bezahlbar zu halten," erläuterte Oberbürgermeister Otmar Heirich in seiner Einführung. Christine Arbogast fasste als Ergebnisse der Planung zusammen, dass die Angebote für Kinder über drei Jahren (Ü3) gut seien, für Kinder unter drei Jahren (U3) aber noch nicht ausreichen. Die Angebotsquote für Unterdreijährige erreicht im Kindergartenjahr 2012/13 höchstens 25 % und werde bis zum Kindergartenjahr 2014/15 auf 36 % steigen, womit immer noch nicht die gesetzlich geforderte Quote von 37 % erreicht würde. Allerdings betrage die Nachfrage zur Zeit unter 20 %. Grundsätzlich soll das Überangebot für Kinder ab drei Jahren genutzt werden, um Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen sowie die Angebote mit verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagsbetreuung auszubauen. Besonders schwierig ist die Situation in Raidwangen, wo es bisher kein Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren gibt, aber auch die Zahl der Kindergartenplätze für Kinder über drei Jahren unter dem rechnerischen Bedarf liegt. Der Masterplan sieht hier vor, Ü3-Plätze in U3-Plätze umzuwandeln.
Thaddäus Kunzmann stimmte namens der CDU dem Masterplan mit dem Trend zu größeren Einrichtungen, der Umwandlung von Ü3- in U3-Plätze, der Einführung von Leitungsfunktionen und den Maßnahmen an den einzelnen Standorten zu. Er plädierte dafür, auch in Raidwangen die Umwandlung von Ü3- in U3-Plätze auszuprobieren, da trotz rechnerischer Unterdeckung dort Plätze in den Kindergärten freiblieben.
Arnulf Dümmel von den Freien Wählern sah den Masterplan als notwendig an, um das Angebot angesichts von Ü3-Überkapazitäten und U3-Platz-Mangel umzustrukturieren, Regelplätze umzuwandeln, qualitative Verbesserungen in allen Einrichtungen zu erreichen und ein wohnortnahes Angebot sicher zu stellen. Für die weitere Entwicklung seien auch Neubauten notwendig, die günstiger seien, als die Sanierung bestehender Gebäude und die durch den Verkauf der nicht mehr benötigten Gebäude und Grundstücke teilweise gegenfinanziert werden könnten.
Helmut Püschel wies darauf hin, dass seine Fraktion, die Nürtinger Liste / Grüne, schon lange die Einführung von Leitungsfunktionen in den Kindergärten gefordert habe und begrüßte es, dass endlich das Angebot von U3-Plätzen ausgebaut werde. In Raidwangen kann er sich anstelle der vorgeschlagenen Maßnahme auch vorstellen, mit mehr Personal eine Überbelegung zu akzeptieren oder ein Pflegenest einzurichten, in dem Tageseltern in von der Stadt angemieteten Räumen bis zu fünf Kindern betreuen können.
Bärbel Kehl-Maurer (SPD) sah als vordringliches Ziel des Masterplans, die Bereitstellung von U3-Plätzen und die Entwicklung der verschiedenen Einrichtungen. Die SPD befürworte daher das vorliegende Konzept. Sie vermutete, dass die angebotenen U3-Plätze noch nicht vollständig angenommen würden, weil die Eltern nicht ausreichend darüber informiert seien.
Für Christine Roos von den Jungen Bürgern zeigt der Kindergartenmasterplan ein großes Entwicklungspotenzial auf. Wenn Regelgruppen reduziert werden, solle darauf geachtet werden, dass trotzdem pädagogisch stabile Gruppenstrukturen erhalten werden. Sie zweifelte, ob die Zuordnung der Freien Träger mit ihren meist speziellen pädagogischen Konzepten zu den räumlichen Bezirken sinnvoll ist.
Nachdem auch Jürgen Gairing (FDP) den Masterplan als sinnvoll bezeichnet hatte, wurden die Grundzüge vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.


 


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