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  Soziales
 
Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht den Tagestref - 2.4.2017
„Es ist beeindruckend, was Sie hier machen“

  (pm) Nürtingen. „Vielen Dank für Ihr Engagement“, sagte Winfried Kretschmann bei seinem Besuch im Tagestreff Nürtingen am 23. März. „Es ist sehr beeindruckend, was Sie hier machen.“ Als Pate der Einrichtung war der baden-württembergische Ministerpräsident in die Paulinenstraße 16 gekommen, um mehr über die Arbeit, die Angebote für die Besucher und die Motivation der Ehrenamtlichen zu erfahren.

Der Tagestreff Nürtingen feiert in diesem Herbst sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2011 hat die Einrichtung der Evangelischen Gesellschaft (eva) ihr Domizil in der Paulinenstraße 16. Als wichtige Anlaufstelle für Menschen in Armut und Wohnungsnot ist sie nicht mehr aus Nürtingen wegzudenken. Im Tagestreff ist jeder willkommen – Wohnungslose, Menschen aus städtischen Notunterkünften, Langzeitarbeitslose, Frührentner oder Sozialhilfeempfänger. „Der Tagestreff ist oft das Eingangstor in weitere fachliche Hilfen. Hier kann jeder einfach ohne Termin vorbeikommen“, sagte Regine Glück, die den Tagestreff aufgebaut und bis zu ihrem Ruhestand als Abteilungsleiterin geleitet hat.

Ein Besucher erzählte dem Ministerpräsidenten davon, wie ihm eine Krankheit den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Dann sei ihm per Zufall ein Flyer des Tagestreffs in die Hände geraten – mittlerweile ist er hier Stammgast. Eine andere Frau berichtete davon, wie sich ihr Leben durch die Arbeitslosigkeit vor sieben Jahren schlagartig geändert habe. „Hier im Tagestreff habe ich sehr viel Hilfe bekommen.“

Zum Tagestreff gehört eine Fachberatung für Menschen in Wohnungsnot; die Besucher können duschen, Wäsche waschen, telefonieren, im Internet surfen. Ganz zentral ist das Mittagessen, das jeden Tag von ehrenamtlichen Helfern frisch zubereitet wird. „Es sind über 30 Frauen und Männer, die sich hier ehrenamtlich engagieren“, betonte Prof. Dr. Jürgen Armbruster vom eva-Vorstand. „Sie haben einen entscheidenden Anteil daran, dass sich die Menschen hier wohl- und angenommen fühlen.“

Eine der Ehrenamtlichen erzählte, dass sie seit 20 Jahren in der Küche mithilft – obwohl sie eigentlich gar nicht so gerne kocht. „Aber der Kontakt mit den Menschen ist mir viel wichtiger. Das, was ich mit ihnen erlebe, gibt mir so viel zurück.“ Die meisten Besucher des Tagestreffs seien mit großen Problemen belastet. Daher setze sie gerne ihren Humor ein, um etwas Leichtigkeit in den Alltag der Gäste zu bringen. „Wenn ich jemanden, der den ganzen Tag niedergeschlagen da saß, nur einmal zum Lachen bringe, dann freut mich das.“      

Winfried Kretschmann zeigte sich von den Erzählungen der Besucher und Ehrenamtlichen beeindruckt. Wenn er so durch das Land fahre, komme ihm oft der Gedanke, dass es Baden-Württemberg gut gehe. „Wir haben starke Kommunen und innovative Unternehmen“, so Kretschmann. „Aber eines unserer größten Pfründe ist, dass sich in unserem Land so viele Menschen wie Sie ehrenamtlich engagieren.“


 


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