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Nürtinger Grundlagenpapier zum interreligiösen Dialog - 1.12.2018
Unterzeichung am 5. Dezember

  (mw) Wie auf der Webseite der neuapostolischen Kirche Nürtingen zu lesen ist, soll am Mittwoch, den 5. Dezember 2018, um 18 Uhr im katholischen Gemeindehaus (Vendelaustraße 26) das in vielen Treffen erarbeitete "Nürtinger Grundlagenpapier zum interreligiösen Dialog" vor der Öffentlichkeit unterzeichnet werden.

Zielsetzung des auf Anregung der Stadt Nürtingen vor fast zwei Jahren begonnenen Dialogs sei es,
- das Verständnis untereinander zu fördern,
- sich besser kennen und schätzen zu lernen, insbesondere auch durch die Integration von Vertretern zweier muslimischer Gemeinden aus Nürtingen.

Kommentar:

Mittlerweile hat sich das dortige Gremium immerhin sagen lassen und erkannt, dass die extrem nationalistischen Grauen Wölfe (ADÜTDF, Türk Federasyon, MHP) des so genannten "Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins Nürtingen" (Max-Eyth-Straße) bei der Unterzeichnung auch im Schafspelz gewandet fehl am Platz wären. Bedenklich allerdings, dass die „Milli-Görüs“ (= Nationale Sicht)-Bewegung, die vom baden-württembergischen Verfassungsschutz als "Islamistisches Personenpotenzial" eingestuft wird, letztlich doch als Kooperationspartner miteinbezogen wird. Milli Görüs sieht laut Verfassungschutz "in der westlichen Zivilisation eine 'nichtige', auf Gewalt, Unrecht und Ausbeutung der Schwachen basierende Ordnung. Dieses 'nichtige' System müsse durch eine 'Gerechte Ordnung' ersetzt werden, die sich ausschließlich an islamischen Grundsätzen ausrichtet". "Islamisten halten die Etablierung einer islamischen Gesellschaftsordnung für unabdingbar. Dieser Ordnung sollen letztlich sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime unterworfen werden." - Damit will man kooperieren?

Islamisten, zu denen die „Milli-Görüs“-Bewegung gezählt wird, stehen laut Verfassungsschutz "mit ihrer Auslegung des Islam ... im Widerspruch insbesondere zu den im Grundgesetz verankerten Grundsätzen der Volkssouveränität, der Trennung von Staat und Religion, der freien Meinungsäußerung und der allgemeinen Gleichberechtigung. Ein wesentliches ideologisches Element des Islamismus ist außerdem der Antisemitismus." Das soll man "schätzen lernen"?

Wieso wertet man diese islamistische Organisation durch ein gemeinsames Wort auf? Mögen sich auch manche Vertreter auf dem ersten Blick nach außen im Schafspelz und legalistisch zeigen, so betrachte man nur zum Beispiel die Botschaften der Milli Gazette oder von Ibrahim Uslu. Oder man lese einfach mal mit ein paar Mausklicks über sie nach. Auf oben genannte Eigenschaften wurden die Verantwortlichen hingewiesen. Auch die Stuttgarter Nachrichten berichteten in aller Deutlichkeit. Dies perlte trotz langem Bedenken letztlich wie an einer Teflonbeschichtung ab. Einer an sich gut gemeinten lokalen Initiative verleiht die ganze Angelegenheit seit Anbeginn bis zuletzt einen schalen Nachgeschmack.

Manuel Werner




 


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