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  Geschichte
 
Scherben bringen Glück - 26.3.2006

  (mai)

Im Sommer 2003 wurden in Nürtingen bei Bauarbeiten Überreste eines römischen Töpferofens entdeckt. Der Fund gilt bei Archäologen als Sensation.

Bei der Entdeckung handelt es sich um eine sogenannte Sigillata-Töpferei aus aus der Zeit um 200 n. Chr. Terra Sigillata ist die moderne Bezeichnung für feines römisches Servier- und Tafelgeschirr. Zwar sind auch heute noch nicht alle Geheimnisse der Produktion geklärt, das Grundprinzip der Herstellung ist aber inzwischen bekannt.

Zunächst wurde eine Formschüssel (quasi ein Negativ der späteren Schüssel) hergestellt, deren Innenseite strukturiert wurde. Diese Schüssel wurde gebrannt, und anschließend auf der Töpferscheibe fixiert. Dann wurde die gestaltete Innenseite mit Ton bekleidet und ausgedreht. Das Muster erschien dann auf der Außenseite der neuen Schüssel als erhabenes Relief. Das Teil wurde aus der Form gelöst und gebrannt.

In der Nürtinger Töpferei wurden in die Gefäße auch der Name Verecundus gestempelt. Noch ist nicht sicher, ob Verecundus der Töpfereibesitzer oder der Töpfer war. Im italienischen Arezzo, einer Hochburg der Sigillata-Herstellung dagegen wurden nämlich beide Namen in die Gefäße gestempelt, der des Besitzers und der des Handwerkers (meistens Sklaven).

Im Stadtmuseum Nürtingen waren die Scherben im Jahr 2005 in einer Sonderausstellung (Foto) zu sehen. In Nürtingen fand man sowohl fertige Töpfereien als auch Formschüsseln und Reste des Ofens. Die gut erhaltenen sortierten Häufchen und Einzelstücke waren auch für vorher Unwissende interessant dargeboten. Schautafeln lieferten gute Beschreibungen, Fotos dokumentierten die Ausgrabungen.


 


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