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  Geschichte
 
Sanierung der Teufelsbrücke hat begonnen - 14.11.2013

 

(pm) Oben zeigt sich das Blätterdach der Bäume herbstlich bunt, am Boden des Hardter Waldes bewegen fleißige Arbeiter Steine, Schrott und Schlamm. Die Sanierung der Teufelsbrücke hat im Oktober begonnen. Innerhalb der nächsten Monate soll das steinerne Kulturdenkmal aus dem 15. Jahrhundert vor dem drohenden Zerfall gerettet werden.

Freilegen und sichten lautete der erste Auftrag an die Leonberger Ingenieurbau-Firma August Wolfsholz und die ersten Ergebnisse sind unübersehbar: Oberhalb der alten Brücke hat sich ein Berg aus altem Gesims und mächtigen Mauersteinen angesammelt. Sie wurden allesamt aus dem Bachbett und der umgebenden steilen Böschung geborgen – mit Unterstützung durch einen Kran und Spezialbagger. „Hier müssen Tonnen von Material bewegt werden“, weiß der städtische Bauleiter Andreas Lang. Das betrifft nicht nur die Brückenteile, die Stürme und Hochwasser über die Jahrhunderte im Gelände verteilten. Bei den größeren Mengen „fremden“ Bodens in den steilen Böschungen handelt es sich wohl auch eher um den Aushub ehemaliger Bauprojekte aus der Umgebung.

Man grub Radkappen aus, die heute "Oldtimer-Status" haben, dazu Kurbelwellen, Auspuffteile und Hufeisen beispielsweise. Lang vermutet, dass das Meiste aus der Zeit nach dem letzten Brückeneinsturz um 1970 stammt und in den Bach entsorgt wurde. Auf der Seite des Oberensinger Widerlagers wurde ein Betongurt freigelegt, mit dem man in früheren Jahren schon einmal das Bauwerk gesichert hatte. Diesem bis zu hundert Jahre alten Beton haben Wasser und Witterung ziemlich zugesetzt. Nach dem Abtragen der letzten Asphaltreste der alten Fahrbahn fand man außerdem Schienenteile, mit denen man wohl versucht hatte, den abdriftenden Überbau der Brücke zu sichern.

Den Bauarchäologen, welcher die Sanierung der Teufelsbrücke fachkundig begleitet, interessiert jedoch etwas anderes. Als man den Durchgang unter der Brücke und die Brückenwiderlager freilegte, stieß man auf Steine, die zum alten Sohlpflaster der Teufelsbrücke gehören könnten. Um das sicher sagen zu können, muss allerdings noch mehr freigelegt werden. Jetzt hat aber die statische Sicherung des Bauwerks erst einmal Vorrang. Immerhin wurde der Durchgang unter der Bogenbrücke von zuletzt 1,50 Metern Höhe schon auf gut drei Meter vergrößert. Dadurch bekommt die Brücke ganz andere Proportionen.

Die denkmalgerechte Sanierung der Teufelsbrücke, die von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg und vom Landesamt für Denkmalpflege bezuschusst und vom Schwäbischen Heimatbund mit Spenden gefördert wird, zieht sich – witterungsabhängig – voraussichtlich bis Anfang 2014 hin.

 


 


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