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  Geschichte
 
Wächter der Erinnerung - 24.6.2015
Kunstprojekt Odyssey thematisiert Erniedrigte mit 44 überlebensgroßen Holzskulpturen

 
(mw) „Die Storys von Nürtingen“ in den Blick zu rücken, das ist ein großes Anliegen des britischen Bildhauers Robert Koenig, zusammen mit einer von Michael Maisch geleiteten Projektgruppe, bei der die Gedenkinitiative Nürtingen eine wichtige Rolle gespielt hat. Mit 44 Holzskulpturen, die um zweieinhalb Meter  hoch sind, hat Robert Koenig bereits zuvor „Wächter der Erinnerung“ geschaffen. Mitte Juli kommen diese Exponate nach Nürtingen, wo zwei weitere Skulpturen entstehen werden. Sie werden ein Nürtinger Schicksal visualisieren. Auch das Rahmenprogramm thematisiert Nürtinger Beispiele. Die Figurengruppen verbildlichen Flucht, Vertreibung, Entwurzelung, Heimatlosigkeit, Zwangsarbeit und Verfolgung im Dritten Reich, aber auch individuelle Schicksale von Menschen, von Erniedrigten.

Zugleich stehen die Figuren für heutige Erfahrungen von Migration und Flucht. Als Standorte sind die Stadtkirche am Kirchturmaufstieg, die Verkehrsinsel und das Neckarufer bei der Stadtbrücke sowie der Vorplatz der Stadtmuseums in der Wörthstraße vorgesehen.

Genau diesen Bogen vom Vergangenen ins Heute spannt auch das umfangreiche Rahmenprogramm, das die Projektgruppe für Juli bis Ende September geplant hat. So bieten Mitglieder der Gedenkinitiative Nürtingen und die Leiterin des Stadtmuseums Info-Touren an. Dort werden Nürtinger Beispiele vorgestellt, darunter hiesige NS-Opfer.

Jakob Fuchs von der Nürtinger Gedenkinitiative nennt dies „das Wunder von Nürtingen“. Geschlossen hat der Gemeinderat sowohl die Unterstützung dieses Projekts beschlossen als auch einen „Denk-Ort“.  „Wir haben Opfer und Leidtragende von Nürtingen dokumentiert“, so Jakob Fuchs, „und wollen, dass nicht nur Eingeweihten der Stadtgeschichte diese Schicksale bekannt werden, sondern der breiten Öffentlichkeit. Dazu haben wir auch ein pädagogisches Anliegen“. Weiter stellt Jakob Fuchs klar: „Die Zeit ist jetzt reif, offen mit dieser Geschichte umzugehen und daraus zu lernen.

Die Stadt hat sich dieses Themas angenommen“, flankiert Oberbürgermeister Otmar Heirich. Sehr lobt er die Projektgruppe unter der Federführung von Michael Maisch: „Das Netzwerk der Organisation ist ein positives Beispiel dafür, was in einer Stadt entstehen kann.“ Susanne Ackermann ergänzt:  „Die Reihe wirft einen Blick in die Vergangenheit, aber auch in die Gegenwart der Flüchtlingsströme. So gibt es ein Erzählcafé, bei dem auch Flüchtlinge und Migranten beteiligt sind.“
 
Die offizielle Eröffnungsfeier findet am Freitag, den 17. Juli, um 18 Uhr in der Stadtkirche in Nürtingen statt. Eintrittskarten gibt es kostenlos am i-Punkt im Rathaus.

Die Info-Touren, Standorte der Figurengruppen und das Rahmenprogramm sind wie auch weitere Informationen auf dem zugehörigen Flyer (2,93 MB) aufgeführt.

Foto: Robert Koenig (Ausschnitt)
 

 


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