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  Geschichte
 
Nach einer langen Reise wieder im Stadtarchiv - 6.2.2017
Zwei wertvolle Bücher wieder zurück in Nürtingen

  (pm) Kurz vor Weihnachten kündigte eine Nachricht aus Freiburg dem Nürtinger Stadtarchivar Reinhard Tietzen quasi ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an. Im dortigen Staatsarchiv hatte eine Benutzerin zwei alte Handschriftenbände aus einem familiären Nachlass abgegeben. Ihrem Wunsch gemäß sollten sie wieder in die Region zurückkehren, in der sie entstanden waren. Unter Vermittlung des Kreisarchivs Esslingen war rasch geklärt, dass die beiden Stücke aus dem Archivbestand der Gemeinde Zizishausen stammten, der heute im Stadtarchiv Nürtingen verwahrt wird. Jetzt sind die beiden Bände wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.

Was sie besonders wertvoll macht, ist nicht nur ihr Alter. Es sind die bei weitem ältesten erhaltenen Archivalien des ehemaligen Weilers Zizishausen. Auch deren Inhalt ist von unschätzbarem Wert.

Die Markungsbeschreibung aus dem Jahr 1732 erfasst und beschreibt detailliert alle damaligen Grenzsteine, von denen der eine oder andere heute noch im Gelände vorhanden sein mag. Noch interessanter ist ein Fleckenbuch, das der Nürtinger Stadtschreiber Andreas Weckherlin 1594 im Auftrag des Weilers anlegte. Es enthält alle möglichen Ordnungen und Regelungen, die dem alltäglichen Leben im Ort und auf seiner Markung einen Rahmen gaben: von den Waldnutzungen, die den Einwohnern zustanden, über die Festlegung von Wegen und Pfaden bis zum Verbot, den Dorfbrunnen zur Wäsche von Kleidung zu gebrauchen.

Das Fleckenbuch war zweieinhalb Jahrhunderte im Gebrauch der Gemeindeverwaltung. 1922 wurde ein kleiner Auszug daraus in einer Sammlung württembergischer Ländlicher Rechtsquellen veröffentlicht.
Vor Jahrzehnten bereits war der Band ebenso wie die Markungsbeschreibung nicht mehr im Zizishäuser Gemeindearchiv aufzufinden. Vermutlich hatte ein interessierter Benutzer die Archivalien ausgeliehen und über seinen Forschungen die Rückgabe ins Zizishäuser Rathaus vergessen.

Nach einer Reise durchs Land sind sie jetzt wieder an ihrem Heimatsort angekommen. Beide Bücher können in den Räumen des Stadtarchivs eingesehen, allerdings nicht ausgeliehen werden.



 


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