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  Geschichte
 
Das jüdische Leben - Raya Fraenkel erzählt - 27.5.2017
Vortrag in der Alten Seegrasspinnerei im Rahmen der Aktivitäten der Nürtinger Gedenkinitiative

  (mw) Erzählend und bildhaft stellte Raya Fraenkel in der KulturKantine der Alten Seegrasspinnerei über ihre eigene Lebensgeschichte und der ihrer Vorfahren das jüdische Leben dar.

Schwerpunkte des Vortrags von Raya Fraenkel, die sich seit Jahren in der Nürtinger Gedenkinitiative engagiert, waren hierbei die Geschehnisse unmittelbar vor, während und nach der NS-Zeit. Daneben erläuterte sie an passenden Stellen auch Religionsausübungen wie den Schabbat, die Kaschrut und Chanukka. Raya Fraenkels Ausführungen waren durchweg sehr persönlicher und familiärer Art.

In der anschließenden Fragerunde merkte man, dass sie ihre Zuhörer erreicht hatte und diese sehr betroffen waren. Einige Impulse, die in der Fragerunde zum Ausdruck kamen, gingen in eine sehr reflektierte Richtung: Warum haben wir Deutschen nicht eingegriffen, als unsere Nachbarn abgeholt wurden? Warum war diese großflächige industrielle Vernichtung von als unwert angesehenen Menschenleben bei uns möglich, aber in der Menschheitsgeschichte nirgends? Wieso war der Widerstand damals so klein, wieso haben sich so viele in ihr Schicksal ergeben? Weshalb wird heute von uns Menschen in Nürtingen so wenig gemeinsam gemacht, um dem Rad des Unheils in die Speichen zu greifen und bedenkliche Entwicklungen nicht einfach geschehen zu lassen? Wie leicht kommt es, dass Menschen durch die Umstände dazu gebracht werden, Dinge zu tun, die Verbrechen sind? Raya Fraenkel meinte, die richtige Antwort sei: Wehret den Anfängen! Jeder an seinem Platz, in seinem Alltag! Dies könne bei der Fahrt in der Tälesbahn sein, wenn man sich dort einsetze, dass ein Behinderter nicht absichtlich am Aussteigen gehindert werde.

Foto: Manuel Werner
 


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