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  Jugend
 
Schüler helfen Schülern - 14.7.2011
Mentorenprojekt der Stadtbücherei erfolgreich etabliert

 

(pm) Bürgerschaftliches Engagement beginnt nicht ab einem bestimmten Alter. Anderen Menschen Hilfestellung zu geben, ist auch schon für einige Jugendliche selbstverständlich. So wie für die Schülermentoren, die in der Nürtinger Stadtbücherei seit September 2010 anderen Kindern als Ansprechpartner dienen.

Bereits mehr als 30 Schülerinnen und Schüler des Hölderlin-Gymnasiums und der Neckar-Realschule haben an dem zum Schuljahr 2010/2011 initiierten Projekt der Stadtbücherei, des städtischen Kinder- und Jugendreferats und der beiden Schulen teilgenommen. Entstanden ist es aus zunehmenden Konflikten zwischen Besuchern der Stadtbücherei und lautstark auftretenden Kinder- und Jugendgruppen, die sich nicht an die Hausregeln hielten. Die Idee, Jugendliche im Rahmen eines schulisch organisierten sozialen Engagements einzubinden, wurde von allen beteiligten Seiten begeistert aufgenommen. Die jungen Mentoren ziehen ein positives Fazit.

Jeweils dienstags bis freitags ab 14.30 Uhr oder 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr und außerhalb der Ferienzeit samstags von 11-13 Uhr dienen die speziell geschulten Schülermentoren Hilfe oder Beschäftigung suchenden Kindern und Jugendlichen als Ansprechpartner. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Hausaufgaben oder einfache EDV-Probleme geht, und geben Hilfestellung bei der Orientierung in der Stadtbücherei.

Die Mentoren stehen aber auch als Gesprächspartner zur Verfügung oder gestalten mit den Kindern spielerisch deren Freizeit. Schülermentorin Carolin Ecker hat die Erfahrung gemacht, dass die Kinder schnell Vertrauen zu ihr fassen und vieles erzählen, was sie in der Schule oder zu Hause bewegt. Dadurch seien auch schon Bindungen entstanden, die über die Mauern der Stadtbücherei hinaus bestehen. Kinder- und Jugendbibliothekarin Katja Seidel bestätigt, dass viele Kinder bereits gezielt nach „ihren“ Mentoren fragen.

Die Schülermentoren nutzen den Freiraum, der ihnen bei der Ausübung ihrer Aufgaben gewährt wird und rufen selbstständig Projekte wie Buchbesprechungen, Bastelangebote vor Weihnachten oder eine Bücherei-Rallye ins Leben. Nachwuchssorgen gibt es derzeit zum Glück nicht, denn die Schülermentoren, die durch Informationsveranstaltungen und Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden, wissen nur Gutes zu berichten.

Das verwundert nicht, denn das Projekt der Schülermentoren kennt nur Gewinner: Die Kinder bekommen Hilfe, Aufmerksamkeit und eine Vertrauensperson, die ihnen „auf Augenhöhe“ begegnet. Die Besucher fühlen sich nicht mehr durch unbeaufsichtigte Kinder gestört. Und die jugendlichen Mentoren erwerben im täglichen Umgang mit Büchereinutzern jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft ein großes Maß an sozialer Kompetenz. „Es ist ein gutes Gefühl, anderen Menschen zu helfen und zu sehen, dass etwas Gutes dabei herauskommt“ fasst Mentorin Valentine Burkart ihre Erfahrungen zusammen. Die betreuende Sozialpädagogin Nadine Katzmaier fügt hinzu: „Es ist sehr schön zu sehen, wie die Schüler an ihren Aufgaben wachsen.“

Die positiven Rückmeldungen der Nutzer sind Bestätigung für den Einsatz der jungen Mentoren. Und schon alleine diese Tatsache motiviert sie genug, um sich auch künftig ehrenamtlich zu engagieren.


 


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