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  Jugend
 
Ein Märchen über einen mitfühlenden Helden - 28.5.2016
In der Alten Seegrasspinnerei wurde das Erzählspiel "Die Abenteuer des starken Wanja" geboten

  (to)

Zu einem Märchenzelt wurde der Tagungsraum der Alten Seegrasspinnerei am vergangenen Donnerstag: verschieden farbige Stoffbahnen an den Wänden und an der Decke, auf dem Boden kuschlige Schaffelle und kleine Teppiche, auf den Häufchen mit Sonnenblumenkernen lagen. Hier machten es sich rund 30 Kinder und eine Handvoll Erwachsener bequem, knackten die Kerne  und lauschten dem alten russischen Volksmärchen "Die Abenteuer des starken Wanja".

Dargeboten wurde es im Rahmen des Literatursommers 2016 der Baden-Württemberg Stiftung von Sabine Wandelt-Voigt, Lina Syren und Jonathan Springer von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart – begleitet wurde sie von Ivan Sentyckshev am Akkordeon.  Dem Erzählspiel lag das Buch des berühmten Kinder- und Jugendbuchautors Otfried Preußler zugrunde, der das russische Märchen bearbeitet hatte.

Wandelt-Voigt hat die über sechsstündige Vorlage klug auf eine Länge von 80 Minuten gekürzt. Dabei blieben nicht nur die wichtigsten Erzählstränge erhalten, auch das Wesen des Helden kam markant zur Geltung: Der starke Wanja ist nämlich ganz und gar kein Rambo, der rücksichtslos seinen Weg geht, sondern ein Kämpfer, der – mitfühlend mit den Opfern – den Kampf gegen böse Mächte aufnimmt.    

Er zieht durch die Welt dem Ziel entgegen, das er im Traum sah: Ein unscheinbarer alter Mann prophezeite ihm, dass er, der faule Bauernsohn, einmal Zar werden würde. Dazu dürfe er aber sieben Jahre lang mit niemanden reden und müsse auf Schaffellen liegend nur Sonnenblumenkerne essen und schlafen. Am Ende dieser Zeit würde er dann so stark, dass er seine Abenteuer erfolgreich bestehen könne.

Auf seinem Weg begegnet Wanja dann Menschen in Not: Da liegt ein Dorf in Schutt und Asche, willkürlich zerstört vom „Bösen Och“, einem Kriegswesen. Immer denkt Wanja nach seinen Siegen erst an die Opfer, dann erst an seine eigene Mission. Am Ende seines Weges liegen drei siegreiche Kämpfe gegen böse Mächte hinter ihm und er begegnet wieder dem alten Mann aus seinem Traum. Es stellt sich heraus, dass dieser der große Zar ist, der Wanja zu seinem Nachfolger machen und ihm seine wunderschöne Tochter zur Frau geben möchte.

Nicht nur in dieser Schlussszene geht die Erzählung des Märchens in ein darstellendes Spiel, einen Hochzeitstanz, über: Die drei in russische Kostüme gekleidete Erzähler stellen auch sonst die Figuren des Märchens immer wieder szenisch dar und beziehen  die jungen Zuhörer in ihr Spiel mit ein. Diese spielten begeistert mit und lauschten gebannt diesem spannend und kunstreich vorgetragenen Märchen.


 


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