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  Jugend
 
Pfand ist nicht egal – in Nürtingen gibt´s das Pfandregal - 3.2.2019
Idee des Jugendrates

  (pm) „Wir wollten damit ein kleines Zeichen setzen“, sagt Clara Schweizer (auf dem Foto links) vom Jugendrat der Stadt Nürtingen und deutet auf ein gelbes, eckiges circa 40 Zentimeter hohes Metallkonstrukt, welches mit mehreren kleinen Platten unterteilt ist. Auf den Seiten ist eine schwarze Flasche abgedruckt, auf der „Pfandregal“ steht. Dieses ist an einem dunkelgelben Mülleimer angebracht.

In das Pfandregal kommen, wie schon der Name sagt, Pfandflaschen rein. Jeder, der unterwegs ist und nicht weiß, wohin mit seinem Leergut, kann es in das Pfandregal reintun. Denn Pfandflaschen im Müll sind nicht nur eine Verschwendung zu Lasten der Umwelt. Es bringt auch Pfandsammler dazu, den Abfall zu durchwühlen, erklärt Clara Schweizer. „Menschen, die auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sind, können diese dann aus dem Pfandregal wieder herausnehmen“, fügt sie hinzu. Es sei menschenunwürdig im Müll zu wühlen, wie es die Vorsitzende des Jugendrates auf den Punkt bringt.

Die Idee zu den Pfandregalen ist zu Beginn der Neukonstellation des Jugendrates im Jahre 2017 entstanden. „Wir haben angefangen das Thema zu besprechen, weil wir durch die Aufschrift einer Colaflasche quasi inspiriert wurden“, erklärt Jugendratsmitglied Ronja Damitz. Dort stand „Pfand gehört daneben“ drauf. Die Aktion will erreichen, dass Menschen, die es sich leisten können, ihre Pfandflaschen danebenstellen, statt sie in den Müll zu werfen. „Millionenfach wiederholt, macht diese kleine Geste der Solidarität einen großen Unterschied“, macht Damitz deutlich. „Wir produzieren dadurch erheblich weniger Abfall, geben Bedürftigen Geld und schärfen nicht zuletzt auch unser soziales Bewusstsein.“ Jugendratsmitglied Malte Siegmund ergänzt: „Für viele Menschen in Deutschland sind 8, 15 oder 25 Cent so wenig, dass sie es sich leisten können, ihre Pfandflaschen und Dosen in den Müll zu werfen. Für immer mehr Menschen ist das Pfand aber auch so wertvoll, dass sie es dafür auf sich nehmen, im Müll zu wühlen.“ Damit dies in Nürtingen nicht sein muss, hat sich der Jugendrat stark gemacht und das Tiefbauamt und der Bauhof der Stadt Nürtingen haben geholfen. „Die Kollegen vom Bauhof haben das Pfandregal hergestellt, mit viel Sorgfalt und Mühe. Ein Kollege hat auch das Logo entworfen und war voller Hingabe dabei. Das ist schon toll“, beschreibt Michael Haußmann, Leiter des städtischen Bauhofes die Entstehung. Die Jugendratsmitglieder sind begeistert. Es sei schön, dass die Stadt so kreative Mitarbeiter hat, die sich auch für kleinere Sachen begeistern und einbringen.

Aktuell stehen zwei Pfandregale auf dem Jordery-Platz in Nürtingen. Ein weiteres Regal wird noch am Lammbrunnen angebracht und zwei werden am ZOB ihr Zuhause finden. „Wir werden die Entwicklung prüfen. Und wenn die Pfandregale gut ankommen, wird das Projekt auf jeden Fall weiterverfolgt“, berichtet Michael Haußmann. Er war ebenso angetan von der Idee des Pfandregales wie Falk-Udo Beck, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Nürtingen. „So eine tolle Sache muss einfach unterstützt werden.“


 


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