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Alcopops - Interview - 16.10.2004

  (mai) SPONGO: Herr Wagner, können Sie mir in etwa sagen, wie hoch denn ungefähr das Durchschnittsalter der betroffenen Jugendlichen ist, die den größten Kontakt mit Alcopops haben?

Wagner: Es werden zum Teil schon in der fünften Klasse die ersten Alcopops konsumiert, das sind dann Elf- und Zwölfjährige.

SPONGO: Und kann man sagen, ob mehr Mädchen oder mehr Jungen davon betroffen sind?

Wagner: Das sind ganz ähnliche Werte. Es ist eine Studie erhoben worden, in der die Prozentzahl annähernd gleich war, also kann man nicht sagen, ob mehr Mädchen oder mehr Jungs davon betroffen sind.

SPONGO: Weshalb glauben Sie, daß so viele Jugendliche Alcopops trinken, in häufigen Fällen sogar bis zur Alkoholvergiftung?

Wagner: Das ist ganz einfach. Wenn man schaut, wie diese Dinger aussehen: Sie sind poppig aufgemacht, klein und handlich, lassen sich überall hin mitnehmen und sie haben einen unheimlich hohen Alkoholanteil. In so einem "Bacardi Breezer" sind zwei Schnapsgläser Rum enthalten, und vor allen Dingen: Man schmeckt den Rum nicht, da in der Flasche 14 Würfelzucker enthalten sind. Man meinem man trinkt Limonade...

SPONGO: Was gibt es für Strafen für Läden, die Alcopops an Minderjährige verkaufen?

Wagner: Nun, das kommt darauf an. Wenn man das einmal verkauft und man wird dabei ertappt, dann ist das eine Ordnungswidrigkeit, was mit Sicherheit nicht so drastisch ist. Aber wenn es Mehrfachverstöße sind oder man erkennt, daß der Laden jetzt wirklich beharrlich an Kinder und Jugendliche diese Getränke weiterverkauft, dann kann dies auch als Straftat gewertet werden.

SPONGO: Und glauben Sie, daß diese Besteuerung auf Alcopops von 84 Cent, die vor ein paar Tagen eingeführt wurde um am 1. August in Kraft treten wird, ein effektives Verfahren ist um die Jugendlichen von diesem starken Alkoholkonsum abzuhalten?
 
Wagner: Das ist eine schwierige Frage, das kommt darauf an wie die Spirituosenindustrie reagiert. Man hat schon beobachtet, daß sie jetzt die Preise senkt. Und wenn man ein "Rigo" zuvor für 1,80 Euro verkauft und geht nun auf 1,20 Euro runter, damit die 84 Cent Steuer nicht auffallen, dann ist man nachher bei einem Preisgefüge, bei dem der Kunde, im Vergleich zum vorherigen Preis 20 oder 25 Cent mehr bezahlen muss. Daraufhin überlegt sich ein Jugendlicher vielleicht, ob er tatsächlich 10 Flaschen kaufen soll, aber auf keinen Fall wir er ganz auf Alcopops verzichten. Ob sich die Steuer also tatsächlich auswirkt und man das Problem losbekommt, wird sich zeigen..

SPONGO: OK, vielen Dank für das Interview.

Das Gespräch führte Jens Holder

 

 


 


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