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  Jugend
 
Prügeln, Saufen, Amoklaufen – die neue Jugendkultur? - 5.5.2008

 

(Spongo) Immer wenn Greenpeace-Aktivisten nichts Besseres zu tun haben als gestrandete Wale ins Meer zurückzuschieben, sich in naher Zukunft bedauerlicherweise kein weiterer Terroranschlag anbahnt und auch der letzte von uns angezettelte Weltkrieg schon wieder fast siebzig Jahre zurückliegt, müssen sich besonders fleißige Redakteure etwas einfallen lassen, um einen neuerlichen Skandal auslösen zu können.

„Flatratepartys“, „Killerspiele“ und eine Generation von Schulversagern kommen da gerade recht und machen sich dazu noch ausgezeichnet im Abendprogramm zwischen „Christine-Neubauer-Filmen“ und den schönsten Eisenbahnstrecken Europas. Da werden dem arglosen Fernsehzuschauer böse Computerspiele vorgestellt, bei denen ja bekanntermaßen gewinnt, „wer hier möglichst viele Frauen vergewaltigt“ (ARD, Panorama vom 22. Februar 2007, zu GTA San Andreas). Gerne wird auch vom bewaffneten Fünftklässler berichtet, der völlig frustriert vom Leben versucht, an der eigenen Schule ein Blutbad anzurichten. Dass sich eben erwähnter Schüler davor natürlich bei der Redaktion einer bekannten Medienanstalt zum Interview anmeldet, wird jeder verstehen, der sich schon einmal in einer solchen Lage befunden hat. Und so müssen wir täglich erleben, wie nicht etwa Sozialverwahrlosung und Zukunftsängste, sondern Darstellungen auf Computern oder Spielkonsolen unsere Altersgenossen zu unberechenbaren Killern verkommen lassen.
Wir als Gymnasiasten fühlen uns jedoch stark benachteiligt. In den öffentlichen Debatten werden Jugendliche mit etwas höherem Bildungsstandard leichtfertig unterschätzt. Während beispielsweise ein Hauptschüler nur ein unscharfes Gewaltvideo ins Internet zu stellen braucht, müssen wir uns regelrecht ins Koma saufen, um überhaupt noch Schlagzeilen zu machen. Das ist bedrückend. Zumal eine Studie vom 17.4.2007, welche vom Verlagshaus unseres Vertrauens (Axel Springer Mediahouse) herausgegeben wurde, ergab, dass die heutigen Jugendlichen nicht einmal mehr wissen, „wofür sie eintreten oder wogegen sie rebellieren sollten.“ Glücklicherweise wird sich das Verlagshaus unseres Vertrauens deshalb in Zukunft um „mehr Klartext“ bemühen und die Jugend ernster nehmen. Gott sei Dank!
Daher stellte bild.t-online in ihrer Videorubrik dann auch die alles entscheidende Frage: „Jugendliche so schlimm wie noch nie?“ Oder ist es gar die Berichterstattung, die so schlimm ist wie selten zuvor? Natürlich ist es noch lange kein Verbrechen, jugendliche Straftäter in den Medien zu zeigen oder das Fehlverhalten gewisser Kreise darzulegen – im Gegenteil. Allerdings sollte dabei nie der Blick für das Gesamte, das große Ganze verloren werden. Denn wer sich in seiner Freizeit zu schade ist, selbstständig einmal mit einem Jugendlichen zu kommunizieren, der bekommt einen vollkommen falschen Eindruck vom Großteil der 13-21jährigen. Und käme da die demografische Entwicklung nicht in die Quere, fänden all diejenigen, die meinen, „solche Leute müsse man auswandern“, wohl auch größere Zustimmung. Hier ist man beim Kern des Problems angelangt. Denn wie es scheint, ist der einzige Grund, weshalb man die Jugendlichen noch nicht ganzheitlich kriminalisiert hat, der, dass man sie zum Erhalt des Rentensystems braucht. Daher fordern schon seit langem etliche Politiker eine grundlegende Änderung dieses Systems, damit nun endlich die „Überalterung der Bevölkerung“ einer Diskussion über ein generelles Jugendverbot nicht mehr im Wege steht.

Wie gesagt, „die Jugendlichen von heute“ werden in den Medien meist schlecht dargestellt. Täglich kann man von neuen Schandtaten lesen. Deshalb hat es sich der Spongo zur Aufgabe gemacht, dieses Thema einmal von einer anderen Seite anzugehen. Um nicht zu subjektiv zu sein, zunächst einmal die Fakten als upload.

 „ Also ich war ja früher viel...“ Wie häufig hört man solche Vergleiche von seinen Eltern oder Großeltern. Genau: viel zu oft und überraschender Weise kommen die älteren Generationen dabei immer besser weg. Um zu erfahren, was wirklich dahinter steckt, und um endlich einmal Argumente zu haben beim nächsten Familienstreit, haben wir zwei Interviews mit verschiedenen Generationen geführt, mit teilweise überraschenden Ergebnissen...

Die Großelterngeneration, ein Interview mit Doris Scholz (*1940) als upload.

Allergien gibt es viele. Mit am allergischsten reagieren wir als Jugendliche wohl aber auf die Belehrungen und Anmerkungen unserer Eltern. Da ist es doch einmal ganz interessant zu wissen, wie das denn bei unseren Eltern früher so war, denn ob man es glaubt oder nicht, auch sie waren mal jung - wie das folgende Interview beweist. Wir als Schüler wissen, was in unserer Zeit, also heute, „in“ ist. Aber was bevorzugte die Generation unserer Eltern? Wie denken sie über die Jugend von heute? Und wie war ihrer Meinung nach der Unterricht in der Schule? Zu diesen und weiteren Themen wurden in einem kleinen Interview Erwachsene im Alter von 40 bis 50 Jahren von uns befragt. Leider wollten die Befragten anonym bleiben und werden daher nur als „Befragte“ oder Befragter“ bezeichnet.

Die Elterngeneration, ein Interview mit einer Befragten als upload.
Die Elterngeneration, ein Interview mit einem Befragten als upload.

Aus: Spongo, Schülerzeitung des HÖGY,
Dominique Epple, Sebastian Gratz, Moritz Bürger, Phillip Stark


 


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