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Tadelakt - Marokkanische Putztechnik - 31.3.2008
Ein Stein als wichtigstes Werkzeug

 

(mai) Tadelakt ist in Deutschland noch ein Geheimtipp. Die Oberfläche sieht aus wie Stein, fühlt sich kühl und glatt an und weist natürliche Unebenheiten auf. Sehen und anfassen kann man den Putz in der Alten Seegrasspinnerei, wo das afrikanische Restaurant „Abessinien“ im Frühjahr eröffnen wird.

Marokko ist die Heimat des Tadelakts. Er besteht hauptsächlich aus gebranntem Kalkstein, sowie Sand, Lehm und Asche. Der Kalk wird in der Nähe von Marrakesch gewonnen. Nur dieser besitzt Eigenschaften, die ihn besonders stoß- und wasserfest machen. Er ist ein natürliches Material mit sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften, der damit zur Wohngesundheit beiträgt.

In Marokko wurde Tadelakt schon vor Jahrhunderten verwendet. Es wurden damit nicht nur Innenwände verputzt, sondern auch Fassaden, Mauern und Treppen im Aussenbereich. Das Naturprodukt hält dabei erstaunliches aus, in Nordwestafrika kann es nicht nur brütend heiß sein, je nach Lage können die Temperaturen auch bis weit in den Minusbereich sinken.

Es können also nicht nur ebene Wände, sondern auch Formen wie beispielsweise Waschbecken mit Tadelakt beschichtet werden. Der Untergrund wird zunächst mit einem speziellen Grundputz versehen. Darauf wird der eigentliche Tadelakt-Putz aufgetragen, nach dem versteifen abgeglättet und anschließend mit einem Halbedelstein poliert.

Insgesamt ist das eine recht aufwändige und anspruchsvolle Prozedur, die Erfahrung und Fachwissen voraussetzt. Eine gewisse Exklusivität wird dieser Putz aus diesem Grund immer beibehalten. Trotzdem fasziniert er durch seine leicht wellige, glänzende Oberfläche, die eine lebendige, ursprüngliche Anmutung hat und eine natürliche Wirklichkeit ausstrahlt.


 


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