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  Presseschau
 
Es geht auch anders - 20.10.2011

 

(si) Die OB-Wahl in Nürtingen wird auch in der Presse jenseits der Stadtgrenzen thematisiert. Während sich die Nürtinger Zeitung schon früh recht deutlich auf die Seite des Amtsinhabers geschlagen hat, zeigt die Stuttgarter Zeitung, dass es auch anders geht. Von der verschiedentlich prophezeiten Beschädigung des Rufs der Stadt durch die „Protestaktion“ im Zusammenhang mit Bürgermeisterin Claudia Grau ist dabei allerdings nichts zu spüren. Im Gegenteil.

So merkte die Stuttgarter Zeitung bereits am Wahlabend an, dass die „Stimmen jener, die mit [OB Heirichs] Amtsführung unzufrieden sind, ... unüberhörbar gewesen“ seien. Diese Ansicht kommt besonders deutlich im Kommentar zur Wahl zum Ausdruck.

Im Artikel „Die Kandidatin aus dem Netz“ stellt Wolfgang Berger durchaus anerkennend fest, dass nach dem Versagen der Kommunalpolitiker sich einige Bürger der Stadt auf eigene Faust auf die Suche nach einer geeigneten Kandidatin gemacht hätten, die den Amtsinhaber vom Chefsessel stoßen soll. Mit der Internet-Kampagne hätten die Initianden „die üblichen Regeln einer Oberbürgermeisterwahl außer Kraft gesetzt“. Berger sieht darin einen wohl einmaligen Vorgang in der Republik.

Um die Gründe für die Entfremdung von OB und großen Teilen der Nürtinger Bürgerschaft zu illustrieren, liefert Berger noch eine knappe Zusammenfassung der Vorgänge um den „Großen Forst“ und attestiert dem Amtsinhaber, er habe in dieser Angelegenheit „ungeschickt agiert“. Allerdings sieht er im zweiten Teil des Artikels auch, dass OB Heirich in mancher Hinsicht den Kopf für Fehler hinhalten musste, die er nicht allein zu verantworten hat. Auf der anderen Seite habe Claudia Rau bei den Bürgern einen exzellenten Ruf, nicht nur wegen ihrer Kompetenz, sondern auch, weil ihr Umgang mit Menschen sehr positiv wahrgenommen wird. Dabei schwingt die Frage mit: Im Gegensatz zum Amtsinhaber?

Dass Frau Grau dem Wirbel um ihre Quasi-Kandidatur auf Bürgerwunsch durchaus ambivalent gegenübersteht, wird in dem Artikel auch nicht verschwiegen. Die Gefahr einer irreparablen Rufschädigung für Frau Grau durch die ungewollte Werbeaktion sieht die Stuttgarter Zeitung im Gegensatz zu einigen Stimmen in der Nürtinger Zeitung (auch viele Leserbriefe) dagegen nicht als gegeben. Der von der Zeitung zitierte Tübinger Politikwissenschaftler Hans-Georg Wehling meint sogar, Frau Grau befinde sich in einer recht bequemen Position. Sie verliere nichts, wenn sie beim zweiten Wahlgang nicht die Mehrheit der Stimmen erhalte. Falls sie aber doch gewählt werden sollte, verlöre sie auch durch eine Annahme der Wahl keinesfalls ihr Gesicht, denn sie gehorche in dem Fall ja nur dem eindeutigen Wählerwillen.


 


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