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  Presseschau
 
Nichts geht mehr? Von wegen! - 27.11.2005
Hier warten Bürger nicht auf neue Politiker – sondern ändern die Republik selbst

  (th)


Aufbruch? In Deutschland? Weltmeister des Jammerns sind wir, sagt das Gallup-Institut. Angsthasen sagt Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Ohne Vertrauen in die Menschen und den Staat, sagt das Institut der deutschen Wirtschaft.

Die Stimmung ist es, die zählt. Zum Beispiel im schwäbischen Nürtingen, der heimlichen Hauptstadt des Bürger-Engagements. 40 000 Einwohner, 250 Vereine, 80 Initiativen, 35 Selbsthilfegruppen, 30 000 Besucher pro Jahr im Bürgertreff. Wer hier nicht wenigstens Streitschlichter oder Bachpate ist, der wird schief angeguckt. Soziologen nennen es den „tipping point“ – den Wendepunkt – in einer Kommune. Wenn eine kritische Masse von Bürgern aktiv ist, dann gehört Engagement einfach zum guten Ton. Dann geht man hin zur „Tu-was-Konferenz“, dann stellen die Betriebe ihre Mitarbeiter und die Schulleiter ihre Schüler frei fürs Ehrenamt. Das entwickelt eine rasante Eigendynamik. Im letzten Bürgermeister-Wahlkampf stand nicht etwa die Frage im Mittelpunkt, welcher Kandidat den Abbau der Radarfallen oder das größte Spaßbad verspricht. Sondern wer noch mehr Bürgerbeteiligung zulässt. Gewonnen hat der SPD-Mann – der die Nürtinger nicht nur mitreden lässt, ob ein Platz in der Innenstadt künftig Fußgängerzone wird. Sondern gleich 100 Freiwillige rekrutiert, die bei der Begrünung mitarbeiten.

Text: Ursula Ott, Fotos: Andreas Herzau


 


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