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  Wirtschaft
 
Das beste Falafel der Stadt - 16.5.2012
Tester waren sich fast immer einig

  (th)

Wo es in Nürtingen das beste Eis gibt, haben wir in zahlreichen Testreihen erforscht, auf die wir für diese Saison verweisen. Aber wo bekommt man in der Stadt eigentlich das beste Falafel (einen Döner-Test wollen wir angesichts des umfangreichen Angebotes, weil die Hälfte der Redaktion aus Vegetariern besteht und da wir eher das Besondere suchen nicht unternehmen)? Seitdem Kassa mit seinem Imbiss in der Plochinger Straße den Anfang gemacht hat, sind weitere Anbieter hinzugekommen, so dass sich ein Vergleich lohnt, den wir für unsere Leserinnen und Leser gerne auf uns nehmen.

Falafel im Fladenbrot mit Salat, Soße und Gewürz hat viele Bestandteile, die alle zur Gesamtqualität des Imbiss‘ beitragen. Abgesehen von Preis und Gewicht kann man das schwer objektiv messen, stattdessen haben wir versucht aus möglichst vielen subjektiven Einschätzungen einen Mittelwert zu bilden. An der Verkostung haben jeweils fünf Personen teilgenommen, die sich beim Einkauf natürlich nicht als Testesser zu erkennen gegeben haben. Es wurde jeweils ein Fladenbrot mit Falafel zum Mitnehmen besorgt, ohne Knoblauchsoße (weil das die Zahl der Tester reduziert hätte) und mittelscharf gewürzt, wenn man die Wahl hatte. Getestet wurden „Alaturka“ in der Bahnhofstraße, „Stadt-Kebap“ im NC, das "Café im Blumenladen", das „EuropaKebaphaus“ im Europahaus, die "Kabiri Gourmetinsel" im Kaufland und natürlich das „Abessina“ in der Plochinger Straße. Bei der Gesamtbewertung wurde die qualitative Einstufung doppelt so stark berücksichtigt, wie das Preis-Gewichts-Verhältnis – lieber weniger und gutes Falafel, als viel billiges - mit folgendem Ergebnis:

Am besten abgeschnitten hat die "Kabiri Gourmetinsel" im Kaufland, die in der Geschmackswertung knapp und mit 390 g für 3,50 € auch beim Preis-Gewichts-Verhältnis auf dem zweiten Platz landete. Das ist auch absolut gesehen die größte Portion. Da kommen gute Futterverwerter schon an ihre Kapazitätsgrenzen, während man bei großem Hunger gerne das gleiche nochmal bestellt. Vier Kreuzkümmel-würzige Falafel-Bällchen werden in einem selbst gebackenen knusprigen Fladenbrot mit verschiedenen Salaten und zwei Soßen – sehr saftig! – gereicht. Wer möchte kann sich zum Essen auch an eines der drei runden Tischchen neben der Theke setzen und notfalls die Kundentoilette des Kaufland benutzen.

An zweiter Stelle rangiert das Falafel von Kassa im Abessina, das geschmacklich von allen Testern auf dem ersten oder zweiten Platz gesehen wurde, aber mit 4,50 € für 300 g leider am teuersten ist. Auf Grund der abendlichen Öffnungszeiten ist er für den Hunger zwischendurch nicht wirklich eine Alternative zu den anderen Anbietern. Vier große Falafel-Bällchen mit viel Koriander und Petersilie werden in einem leckeren knusprigen Fladenbrot mit Salaten und Tomate sowie einer Joghurtsoße serviert. Man kann das Gericht zum Mitnehmen bekommen, eigentlich ist es aber zum Essen bei Tisch gedacht und kostet dann auch genauso viel - trotz Service und höherer Mehrwertsteuer.

Einen guten dritten Platz erreicht das Alaturka, was sowohl der Platzierung beim Preis-Gewichts-Verhältnis (360 g für 3,50 €) wie auch bei der geschmacklichen Qualität entspricht. Bei einem Tester landete der Imbiss in der Bahnhofstraße qualitätsmäßig sogar auf dem ersten Platz. Fünf Falafel-Bällchen von einem Bio-Hersteller kommen mit fünf verschiedenen Salaten in eine angenehm gewürzte Fladenbrottasche mit schwarzem Sesam.  In dem überraschend geräumigen Gebäude kann man sich auch zum Essen an hohe Tische in dem nett gestalteten Gastraum setzen, der auch eigene Toiletten bietet.

Stadt-Kebap kommt mit dem niedrigsten Preis (2,50 €) und dem besten Preis-Gewichts-Verhältnis (340 g) auf den vierten Platz. Rein qualitativ hat er aber am schlechtesten abgeschnitten. Beim Falafel dominiert trotz kräftiger Würzung der Fettgeschmack aus der Fritteuse. Die Fladenbrottasche, in der die Bällchen mit den Beilagen angerichtet werden, ist recht stabil. Auch hier kann man drinnen essen, allerdings hat der Raum den Charme einer türkischen Buswartehalle, wovon nur der große Fernsehbildschirm im Eck ablenkt.

Beim Café im Blumenladen gingen die Qualitätsbewertungen am weitesten auseinander. Vom zweiten bis zum letzten Rang waren alle Platzierungen vertreten. Mit einem recht schlechten Preis-Gewichts-Verhältnis (290 g /3,30 €) reicht es dann nur für den vorletzten Platz. Drei große, selbst gemachte, schwach gewürzte Falafel-Bällchen mit viel Koriander und Petersilie werden mit Salat, Gurke und Tomate in einem Yufka-Fladen eingerollt, wobei man, wenn man es etwas kräftiger mag, nicht auf die Humus-Knoblauch-Soße verzichten sollte. Auch hier kann man sehr nett drinnen und draußen sitzen.

Ganz hinten landete schließlich das Europa Kebaphaus, bei dem die zweitschlechteste Geschmacksbewertung auf ein mäßiges Preis-Gewichts-Verhältnis (300 g / 3,00 €) traf. Die mit Curry gewürzten Falafel-Bällchen landen mit Beilagen inklusive Peperoni und Soße in einem etwas trockenen Fladenbrot. Im Imbiss und davor gibt es verschiedene Sitzmöglichkeiten.

Grundsätzlich muss man von keinem der Nürtinger Falafel-Anbieter abraten und wir hoffen mit unserer Übersicht ein bisschen Orientierung bieten zu können. Wenn ihr für zukünftige Tests Hinweise auf weitere Anbieter habt, freuen wir uns über eine Nachricht an info[at]nuertinger-stattzeitung.de.             Mahlzeit.


 


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