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Frühstück in Nürtingen - 19.3.2017

  (mai) Am Sonntagmorgen in Nürtingen frühstücken zu gehen ging früher gar nicht. In der Stadt war tote Hose, die Bürgersteige waren geputzt und hochgeklappt. Inzwischen gibt es für das kommunikative frühe Mahl in der Öffentlichkeit mehrere Möglichkeiten. Die STATTzeitung hat wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut und einige ausprobiert.


CaféHaus Veit im Nagelhaus

Unser erster Gang führte uns ins Café Veit im Nagelhaus in der Bahnhofstraße. Wir verabredeten uns auf Punkt zehn Uhr und trafen uns in einer Menschenschlange vor dem Eingang. Zu dumm, denn die Idee mit dieser einprägsamen Uhrzeit hatten auch viele andere Menschen. Mit ihnen schoben wir uns in die geräumige Bude, in der wir dennoch einen Platz bekamen. Es gibt im Veit verschiedene Frühstücksvarianten, das Frühstück „Schleckermäulchen“, zum Beispiel mit 2 Brötchen, Butter, Konfitüre oder Honig oder Nutella kostet 2,95 Euro. Mit einer Tasse Cappuccino für 2,50 Euro kommen wir auf 5,45 Euro. Speis und Trank holt man sich auf einem Tablett an der Theke ab. An dieser darf man auch die Brötchen- oder Marmeladensorten auswählen. Insgesamt hat es uns im Veit sehr gut gefallen, das Ambiente ist schön, wir wurden pappsatt, die Bedienung blieb trotz Stress freundlich. In dem relativ großräumigen Laden kann es bei großem Besucherandrang turbulent zugehen, das ist aber auch kurzweilig. Zudem kann man durch die großen Schaufenster das Geschehen auf der Straße mitverfolgen. Das Café ist ebenerdig begehbar, auch für Rollis, leider gibt es kein Rolli-WC. Frühstück gibt es ab 8:00 Uhr.


McDonald am Kreisverkehr vor Zizishausen

Beim nächsten Treff waren wir schlauer, zehn Minuten vor zehn Uhr trafen wir uns bei McDonald am Kreisverkehr vor Zizishausen. Darin war es gähnend leer, wir blickten uns verloren um. Im Mc gibt es zwei Theken, die große des Restaurants und eine kleine des McCafé. Weil letztere verwaist war, ließen wir uns an der Restauranttheke über das augenscheinlich üppige Angebot beraten. Zwei Marmeladebrötchen gehören nicht dazu, dafür gibt es vieles mit Fleisch, Käse oder Eiern. Wir entschieden wir uns hilflos für einen mittelgroßen Cappuccino für 2,29 Euro und ein Buttercroissant für 1,39 Euro und bekamen beides als Set für 2,99 Euro. Dann mussten wir warten bis unsere Nummern aufgerufen wurden. Ziemlich spärlich sah das kleine Teigteil dann in seiner Pappschachtel aus, als Beilage gab es Marmelade, aber keine Butter, die brauchte es auch nicht, denn das Hörnchen war fett genug. Überzeugend satt machte es nicht. Toll am McDonald ist, dass er barrierefrei ist, es gibt auch ein Rolli-WC. Sonntags ist Frühstückszeit von 8:00 Uhr bis 11:30 Uhr, Kaffee und süße Stückle bekommt man im McCafé auch noch nach 11.30 Uhr.


Café Veit in der Fußgängerzone

Am nächsten Sonntag betraten wir um 9.47 Uhr das Café Veit in der Fußgängerzone gegenüber der Kreissparkasse. Das Angebot entspricht dem des Café Veit im Nagelhaus, aber die Location ist nicht so geräumig. Man darf dort nicht selbst in dem Körbchen mit den Marmeladesorten wühlen und sich was aussuchen, weil das hinter der Theke steht. Im kleinen Gastraum im hinteren Teil des Ladengeschäftes ist es deutlich ruhiger als im Nagelhaus, aber auch etwas duster, die niedrige Decke drückt die Stimmung etwas und es gibt kein nennenswertes Tageslicht. Doch auch hier kann sonntags viel los sein. Der Zugang zum Café ist barrierefrei, die WCs sind über eine Treppe im UG für Rollis nicht erreichbar. Frühstück gibt es sonntags ab 8.00 Uhr.


Café Braike im Breiten Weg

Punkt zehn Uhr öffneten wir am nächsten Sonntag die Ladentüre des Café Braike im Breiten Weg. Wir waren die ersten Gäste. Die Chefin bediente persönlich und brachte uns mit ihrer lustigen Art zum Lachen, noch während wir im Eingang standen. Das gelang ihr noch weitere Male. Zu unserem Frühstück brachte sie uns eine große Auswahl Marmeladensorten an den Tisch und drohte beinah, dass sie noch genügend Nachschub liefern könne. Während wir kleckerten und schlürften füllte sich der Stammtisch im Eingangsbereich des Lokales. Man sitzt im Café Braike gemütlich und unbehelligt, bekommt Wünsche erfüllt, was will man mehr? Frühstückszeit ist von 10.00 bis 12.00 Uhr, ein Heißgetränk mit Butterbrezel kostet drei Euro. Zwei Brötchen mit Butter, Marmelade und Heißgetränk kosten 4,10 Euro, es gibt noch weitere Frühstücksvarianten, die keine Wünsche offen lassen. Der Zugang zum Café Braike ist über die Terrasse barrierefrei, das Herren-WC im EG ist für Rollifahrer/innen auch als Unisex-WC verwendbar.


Caféklatsch in der Brunnsteige

An einem weiteren Sonntag trudelten wir kurz nach zehn Uhr im Caféklatsch in der Brunnsteige ein, das sonntags um zehn Uhr die Türe öffnet. Schon etwa die Hälfte der Tische war belegt, auf weiteren standen Reserviert-Schilder, nur zwei Tische waren noch frei. Es gibt eine spezielle Frühstückskarte mit vier Varianten ab 5,40 Euro, von süß über süß/fruchtig bis herzhaft zu süß/herzhaft, dazu jeweils mit Heißgetränk und Saft nach Wahl. Das mittlere Frühstück mit Heißgetränk, zwei Brötchen, Butter, Marmelade, Saft und Joghurt kostet 8,40 Euro. Geschmacklich alles sehr gut! Aufgefallen ist uns, dass Butter und Marmelade vom Personal portioniert werden und nicht aus plastikverpackten Einzelportionen stammen. Dafür muss man aber auch manchmal etwas Zeit mitbringen. Diese kann man sich mit Plauschen vertreiben, denn der Laden brummt und man trifft garantiert Leute, die man kennt. Manchmal strengt die Akustik im Klatsch etwas an. Das Caféklatsch ist barrierefrei, allerdings nicht sein WC.


Backstube Goll unterhalb des Rathauses

Deutlich ruhiger geht es in der Alleenstraße in der Backstube Goll zu. Ab acht Uhr kann man sonntags dort á la carte frühstücken. Um zehn Uhr hatten wir an den vier Tischen freie Platzwahl. Wir bestellen Frühstücksvariante 2 von zweien, das ist ein Heißgetränk (es gibt sogar Cociatto), ein Glas Saft und zwei Brötchen (alternativ gäbe es ein Croissant oder ein Körnerweckle) mit Butter und Marmelade für vier Euro. Obwohl Selbstbedienung auf der Karte steht, wurden wir vorzüglich am Tisch bedient. Diesen belegten wir eine geraume Zeit und knabbern in aller Ruhe die Teller leer. Ab und an kam Laufkundschaft sowie weitere Frühstücksgäste, so dass auch dort für Unterhaltung gesorgt ist. Ins Goll kann man mit dem Rolli reinfahren, das WC ist allerdings zu eng dafür.



Fazit:
In Nürtingen hat man inzwischen eine gute Auswahl an sonntäglichen Frühstücksmöglichkeiten. Alle, die wir getestet haben, bieten in der wärmeren Jahreszeit auch Aussenbewirtung an. Es gibt noch weitere Frühstücksmöglichkeiten in der Stadt. Das Café Schümli macht sonntags um 11 Uhr auf. Im Café Regenbogen kann man alle vier Wochen sonntags frühstücken. In der Silberburg gibt es ein monatliches SonntagsFrühstüXX, die Termine sind allerdings eher Geheimsache.  Im Meistermax und im Roßdorf gibt es ein Café Veit mit Frühstücksangebot.



 


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