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  Zukunftsfähiges NT
 
Plädoyer für eine lebendige politische Kultur - 9.5.2018
Im Café denk.art ging es um ein zeitgemäßes Verständnis der Demokratie

 

(forumNT) Dass eine Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist und es auch nicht damit getan ist, alle paar Jahre ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen – darum drehte sich das Café denk.art am vergangenen Sonntag in der Alten Seegrasspinnerei. Andreas Mayer-Brennenstuhl machte deutlich, dass  eine Demokratie auch unabhängig von anstehenden Wahlen mit Leben gefüllt  und ständig weiterentwickelt werden muss.

Zunächst unternahm der Referent eine philosophische Zeitreise. Dabei zeigte sich, dass die bedeutendsten Denker der Antike, Platon und Aristoteles, an einer demokratischen Verfassung nicht viel Gutes gesehen haben. Ihnen zufolge sollte nicht das Volk herrschen, sondern entweder ein einzelner Monarch oder eine Auswahl an vortrefflichen Bürgern. Dieser Befund hat manch einen überrascht, da doch das antike Athen als die Wiege der Demokratie gilt.

Im 18. Jahrhundert habe dann Rousseau mit seinem Konzept des „volonté général“ (zu deutsch: Gemeinwillen), den Boden, so Mayer-Brennenstuhl,   für ein positives Verständnis der Demokratie geebnet. Davon ausgehend habe Hannah Arendt schließlich im zwanzigsten Jahrhundert emphatisch eine Lanze für die Demokratie gebrochen.

Entgegen der herrschenden philosophischen Tradition, in welcher die Vielen gegenüber dem auserwählten Einen herabgesetzt wurden, sei Arendt für die Vielen eingetreten. Diesen habe sie zugetraut, die Geschicke eines Landes zu lenken. Dabei habe sie aber nicht nur die repräsentative Form der Demokratie vor Augen gehabt, in welcher die Macht gewählten Abgeordneten übertragen wird.

Vielmehr habe sie vor allem für eine Form der Rätedemokratie plädiert, welche in der Anfangszeit der amerikanischen Revolution, also nach 1763, erstmals erprobt wurde. Diese gewährleiste, dass möglichst viele Bürger in einen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess eingebunden werden.

Dieses Modell wurde dann im zweiten Teil des Café denk.art erprobt, als zunächst in kleinen Gruppen an den Tischen über eine zukunftsfähige Demokratie gesprochen wurde. Sodann haben die einzelnen Gruppen Delegierte gewählt, die die Ergebnisse der Gespräche im Plenum vortrugen. 

Für den 17. Juni laden die VHS, das nn-institut und das Forum zukunftsfähiges Nürtingen dazu ein, im Café denk.art das Verhältnis von gutem Leben und ökologischem Bewusstsein zu beleuchten. Die Veranstaltung beginnt wie gewohnt um 11 Uhr in der Alten Seegrasspinnerei.


 


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