Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Ausgewähltes
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Foto der Woche
EssBar
LesBar
Leserbriefe
Kleinanzeigen

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Zukunftsfähiges NT
 
Bürgerbeteiligung beginnt lange vor einem Bürgerentscheid - 23.6.2018
Das Forum zukunftsfähiges Nürtingen stellte Studie zum Bürgerentscheid von 2017 vor

 

(forumNT) Beim Forum zukunftsfähiges Nürtingen steht derzeit das Thema „Demokratie“ auf der Agenda. Teil dieses Projektes ist eine Fallstudie über den Nürtinger Bürgerentscheid vom Juni 2017, die kürzlich im Rahmen der zukunftsfähigen Suppenküche von Michael Maile, dem Autor der Studie, vorgestellt wurde. Er zeigte auf, welche Lernerfahrungen aus diesem Bürgerentscheid gezogen werden können und wie die Bürgerbeteiligung in Nürtingen verbessert werden kann.

Ausgangspunkt war der Befund, dass die individuellen Erfahrungen über diesen außergewöhnlichen kommunalpolitischen Aushandlungsprozess verloren zu gehen drohten und dass ein konstruktiver Austausch zwischen den Hauptakteuren nicht stattfand.

Die Fallstudie wurde durchgeführt von der Managementberatung maile & partner, Nürtingen, im Auftrag des „Forum zukunftsfähiges Nürtingen“. Diese Initiative versteht sich als ein öffentliches Forum, in dem Referenten aus der Region und interessierte Bürger aus Nürtingen und Umgebung modellhaft Perspektiven für eine zukunftsfähige Kommune entwickeln.

In der Fallstudie stand nicht das Thema des Entscheides – die Anschlussunterbringung – im Mittelpunkt, sondern der Ablauf des Bürgerentscheides. Die zentrale Fragestellung lautete: „Wie und unter welchen Bedingungen kann ein Bürgerentscheid in Zukunft für alle Beteiligten konstruktiv eingesetzt werden?“

Mithilfe der Erzählmethode (Storytelling) wurden 19 offene Interviews mit Personen aus der Stadtverwaltung, den Gemeinderatsfraktionen, der Bürgerinitiative, der Lokalpresse und der Bürgerschaft geführt. Aus deren Originalzitaten wurden dann sowohl die gemeinsame Geschichte des Bürgerentscheids aufgeschrieben als auch Schlussfolgerungen des Prozesses zusammengestellt.

Die zentralen Erkenntnisse der Fallstudie

Die Studie belegt, dass Bürgerbeteiligung lange vor einem Bürgerentscheid anfängt. Die Bürgerschaft würde eher Entscheidungen des Gemeinderates akzeptieren und die politische Teilhabe würde gefördert, wenn schon im Vorfeld bewährte Formate der Bürgerbeteiligung wie Informations- und Dialogveranstaltungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten angeboten werden. Diese Formate und deren praktische Anwendbarkeit sollten allen bekannt sein.

Diese Formate sollten routinemäßig, verbindlich und mit einer erlebbaren Wirkung für die Beteiligten angewendet werden. Bei bestimmten Entscheidungen des Gemeinderates sollte die Bürgerschaft über Varianten entscheiden dürfen.

Bei Entscheidungen des Gemeinderates, die bei Teilen der Bürgerschaft auf Ablehnung stoßen und für die ein Bürgerentscheid angestrebt wird, gilt: Über einen Kompromiss sollte intensiv verhandelt werden. Einerseits sollten alle Möglichkeiten, den Zeitraum für die Kompromisssuche zu verlängern, genutzt werden. Andererseits müssten, damit ein Kompromiss möglich ist, auf allen Seiten die Bereitschaft und der Wille dafür vorhanden sein – auch wenn nicht garantiert werden kann, dass ein Kompromiss gefunden wird.

Das Forum überlegt nun, wie sie diese Ergebnisse der Fallstudie in Nürtingen fruchtbar machen kann. Unterstützt wurde die Studie vom Staatsministerium Baden-Württemberg, Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Stuttgart, und der Stadt Nürtingen. Für Interessierte steht die Studie zum Download zur Verfügung unter www.michaelmaile.de.


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2018 Nürtinger STATTzeitung