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Ehrenamtliche in der Flüchlingshilfe - 14.2.2014

 

(pm) Eine große Runde von ehrenamtlichen Helfer/innen der Flüchtlingshilfe K4, die sich um das Containerdorf in der Kanalstraße kümmert, trifft sich alle drei Wochen montags um 19 Uhr in der KulturKantine in der Alten Seegrasspinnerei zum Austausch und zur Koordination. Die Flüchtlingshilfe K4 ist Teil des Nürtinger Netzwerks Flüchtlingshilfe NFANT.

Für die Ehrenamtlichen gibt es ein Angebot von Fortbildungen. So gab Ragini Wahl vom AK Asyl Nürtingen Anfang des Jahres eine Einführung in die Grundlagen des Asylverfahrens. Der Rechtsanwalt Berthold Münch aus Heidelberg vertiefte das Thema im Februar, er erläuterte die Details zu Dublin III – Fällen. Mit Unterstützung durch die Stadt Nürtingen wird eine  weitere Fortbildung durchgeführt. Am Samstag, 1.März, findet von 9-17 Uhr ein Interkulturelles Training mit Frau Dr. Doris Lenhard in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde im Helmholtzweg 32 statt.

Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe an der Kanalstraße in Nürtingen teilt sich in verschiedene Aufgabenbereiche auf. Die Mobilitätsgruppe um Hermann Eberbach hat in der Vergangenheit schon einige Fahrräder gespendet bekommen und repariert. Eine Garage des Landratsamts steht für die Werkstatt zur Verfügung. Der Bedarf an Fahrrädern für die 120 Flüchtlinge ist sehr hoch, zumal einige der Flüchtlinge gemeinnützige Arbeit aufgenommen haben, wie bei der Esslinger Beschäftigungs-Initiative (EBI), wohin sie mit dem Fahrrad fahren.

Die Infrastrukturverbesserung des Standorts Kanalstraße hat inzwischen Früchte getragen: Zwischen den Containern ließ das Landratsamt ein Dach anbringen. Jeder Container ist dank der Hilfe der Ehrenamtlichen mit einem Fernseher ausgestattet. Was noch fehlt sind Receiver, um die gespendeten Satellitenschüsseln anschließen zu können.

Die Beschäftigung, Betreuung und Begleitung der Kinder sowie der Erwachsenen ist inzwischen vielfältig. Am Dienstagvormittag und Mittwochnachmittag gehen einige Frauen zum Häkel- und Strickkurs mit Frau Steinecke. In dieser Zeit betreuen einige Ehrenamtliche die Kinder, machen Bastelangebote oder gehen mit ihnen in die Bücherei. Am Donnerstagvormitta arbeitet die Kunsttherapeutin Nina Raber mit den kleineren Kindern im Atelier für Kunst und Therapie. Hierbei bietet die Stadt Nürtingen Unterstützung durch die Übernahme der Miete. Freitagnachmittags gibt es ein weiteres Beschäftigungsangebot für Kinder, das gerne angenommen wird. Rebekka Weis bittet dafür um Matschhosen für kleine Kinder von 1-5 Jahren. Es werden zur Unterstützung für die Betreuung der Kinder noch weitere Ehrenamtliche gesucht, zumal ab dem 17. Februar VHS-Sprachkurse beginnen. Die Gruppen umfassen bis zu zehn Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren.

Die jungen Männer haben neben der Möglichkeit, ehrenamtlich tätig zu sein, auch Gelegenheit, mit Irmi Sellhorst und anderen die Gegend zu erkunden und sich kulturell in Nürtingen einzubringen. Neben den Gruppentreffs und Ausflügen stehen Filmabende, Teilnahme an Jamsessions im ProVisorium, sportliche Betätigung bei der TG und FV09 auf dem Plan. Für die Durchführung der Sportangebote hat sich Roman Trippel bereiterklärt, diese zu koordinieren. Eine große Hilfe ist es auch, wenn Menschen wie Waltraud Schmid die Flüchtlinge anfangs zum Arzt oder bei Behördengängen begleiten.

Die Sprachengruppe unterrichtet Flüchtlinge in ersten Deutschkenntnissen. Für weitergehende Sprachkurse an der Volkshochschule haben sich aus dem Containerdorf schon 25 Personen beworben. Schon jetzt gibt es mehr Bewerber, als das Netzwerk finanzieren kann. Um noch mehr Flüchtlingen einen Sprachkurs anbieten zu können, werden Spenden gerne entgegen genommen.

Die Koordinierung der gemeinnützigen Arbeit in Nürtingen für alle Flüchtlingsstandorte bedarf einer professionellen Hilfe durch die Kommune.
Verbesserungsfähig ist die Zusammenarbeit mit den für die Flüchtlingsarbeit verantwortlichen MitarbeiterInnen der AWO und des Landratsamtes. Die Gruppe Öffentlichkeit steht mit dem Landratsamt und der Kommune in engem Kontakt, um die Bedingungen für die professionelle und ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit zu verbessern.

Für einige Flüchtlinge hat der beschwerliche Weg durch das Asylverfahren bereits begonnen. Die Anwaltskosten für die Asylverfahren müssen die Flchtlinge aus eigener Tasche bezahlen. Da die Existenzsicherung etwas geringer ist als der ALGII-Satz (Harztz IV), unterstützt das Netzwerk die Flüchtlinge nach klar definierten Regeln aus dem Spendentopf.

Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung Nürtingens und der Umgebung ist außerordentlich: Durch die Aktion "Licht der Hoffnung" der Nürtinger Zeitung ist eine ansehnliche Summe für die Sprachkurse, Anwaltskosten und Teilhabe an der Gesellschaft eingegangen. Viele, viele Kleiderspenden und Haushaltsgeräte sind angeboten worden, so dass alle Personen mit ausreichend Kleidung und jeder Container mit einem Teppich ausgestattet werden konnten. In der Koordination und Verteilung sind die Ehrenamtlichen dankbar für die Hilfe des Diakonieladens, insbesondere von Frau Monika Moll, die auch weiterhin den Bedarf aufnimmt und zu stillen sucht.

Aktuell benötigt wird Mithilfe bei den Kindergruppen mittwochs und freitags am Nachmittag. Außerdem werden derzeit Matschhosen für 1-5 jährige, Fahrräder für Erwachsene und große Kinder sowie Receiver für Fernseher gesucht. Dankbar angenommen werden auch Geldspenden für Sprachkurse und Anwaltskosten für das Asylverfahren.

Das nächste Treffen der Flüchtlingsinitiative K4 findet am 24. Februar um 19 Uhr statt.


 


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