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„Frauen aus aller Welt“ - 31.10.2005
Internationale Begegnungen in Nürtingen

  (mw)

In Nürtingen treffen sich seit einem halben Jahr „Frauen aus aller Welt“. Ihre Zusammenkunft empfinden sie als so wichtig und als anderswo rar gesäte Gelegenheit, dass einige auch aus dem weiteren Kreisgebiet, dem Stuttgarter Raum oder aus Böblingen kommen. Sie wünschen sich noch weitere Interessentinnen, die mit und ohne Kindern einfach mal vorbei schauen und bei Gefallen immer wieder kommen. Auch deutsche Frauen sind gefragt. Deutschland gehört ja auch zur Welt und man will nicht nur die Kultur der jeweiligen Herkunftsländer pflegen und einbringen. Auch die deutsche Kultur gilt es zu lernen und auch den Kindern zu vermitteln.


Die Gruppe hat sich aus dem „Deutsch-Brasilianischen Freundeskreis“ entwickelt, nachdem immer mehr Frauen aus anderen Ländern hinzugestoßen sind. Da treffen sich Frauen aus Brasilien, aus dem Senegal, von den Philippinen, aus Chile, aus Spanien, aus Portugal, aus Kamerun, aus Togo, aus der Türkei, aus Thailand, Ungarn, aus dem Kongo und aus Deutschland, alle sind willkommen.


Ziele der Gruppe sind, sich gegenseitig unterstützen, die eigene Kultur weiterzuvermitteln und die anderen Kulturen kennenzulernen, fröhlich zusammen zu sein, merken, dass man mit seinen Problemen, Sorgen, Gedanken, aber auch mit seiner Freude nicht allein ist. Bei den ersten Treffen hatte jede Frau etwas anderes gekocht für die übrigen, so kamen 30 bis 50 verschiedene Speisen zusammen. Inzwischen treffen sie sich auch ohne zusammen zu essen. Da wird in zwangloser Runde eine Vielfalt von Themen, auch Tiefes und Schweres besprochen: Einsamkeit, Rassismus, Arbeitsuche und Arbeitsbedingungen, Haushaltsstress, Kindererziehung, Behörden, Wohnungssuche. Gesprächsthemen sind aber auch Tipps für interessante Kurse und Kontakt-Möglichkeiten, Freizeitbeschäftigungen, belustigende Vorkommnisse, sonstige Neuigkeiten, wie auch Verabredungen, beispielsweise zum Flohmarktbesuch.


Diese Frauen wollen nicht im eigenen Saft schmoren. „Wir wollen unsere Kultur nach Nürtingen bringen, sie dort einbringen, so bieten wir zum Beispiel unser Essen und unsere Musik bei Festen in Nürtingen an!“ Sie wollen sich auch in die deutsche Kultur integrieren oder wenigstens akkulturieren, und wünschen sich daher, dass auch deutsche Frauen zu ihren Treffen kommen. Besonders Kinder sind willkommen. Die Kinder sollen zusammen sein, spielen, etwas unternehmen. Sie sollen schon früh spüren, dass alle gleich sind, egal welche Hauttönung man hat, sie sollen sich in die deutsche Kultur eingliedern, aber sie sollen ihre Herkunfts-Kultur nicht vergessen und vernachlässigen. Sie sollen so mit ihrer Kultur umgehen, dass sie auch bei Besuchen in der Herkunfts-Heimat der Eltern oder eines der Elternteile kommunizieren können.


Es geht auch nicht nur um das eigene Leben der Frauen in Deutschland. „Ich habe immer einen Traum gehabt: armen Leuten und Kindern zu helfen“, sagt eine Frau, „seit 20 Jahren bin ich hier, aber ich kann die Armut nicht vergessen!“ So geht es auch vielen anderen Frauen dieser international gemischten Gruppe. Deswegen haben sie ein Benefizkonzert veranstaltet, dessen Erlös zur Hälfte nach Salvador in Brasilien und zur anderen Hälfte an die Nürtinger „KinderKulturWerkstatt“ ging. Anfang Oktober haben sie in der „Kulturkantine“ zu einem afrikanischen Fest mit afrikanischem Essen, afrikanischer Musik, Tanzdarbietungen, Modenschau mit Kleidern aus Afrika, Lachen und Gesprächen eingeladen. Auch hier ging der Erlös an ein gemeinnütziges Projekt.
Die Frauen treffen sich - außer in den Ferien - montags, 15 Uhr, in der „Kulturkantine“ der „Alten Seegrasspinnerei“ in der Plochinger Straße. Kontakt über Fatou N’Diaye-Pangsy , Telefonnummer 07022-63831.

Kommentar:
Diese Frauen machten sich auf, sie gingen aufeinander zu, eine Tür öffnete sich, und sie erfüllen unseren Raum nun mit Leben. Das gefällt mir sehr! Sie sind eine große Bereicherung!

 


 


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