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Wohnung suchen - 10.5.2016
Container-Konferenz mit neuen Nachbarn

 

(pm) Die Teilnehmenden der dritten Container-Konferenz mit dem Thema „Wohnung suchen„ erzählten, wie Wohnungssuche in ihren Heimatländern vonstattengeht: über Kontakte zu Familienclans und Mund-zu-Mund-Propaganda bis hin zu staatlich verordneter Beschlagnahmung von privaten Wohnraum. Monika Moll erläuterte die Möglichkeiten, über die Zeitung und Internetplattformen Wohnungen und Zimmer auf dem freien Wohnungsmarkt zu finden. Einige Teilnehmer beklagten, dass mitunter eine bereits zugesagte Wohnung doch nicht vermietet würde, sobald klar sei, dass man Flüchtling sei oder eine dunkle Hautfarbe habe. Auch wolle man nicht in einen Topf geworfen werden mit Unruhestiftern, die die Adresse "auf dem Säer" in Verruf brächten. "Wir sind ein buntes Volk" meinte einer. "Wir Deutschen auch" betonte Johannes Jahn und wies darauf hin, dass die Mehrheit der Nürtinger durchaus differenziere. Bei Wohnungsbesichtigungen kann die Begleitung mit ehrenamtlichen Einheimischen sinnvoll sein, erklärte Monika Moll. Die komplizierten Vorgaben eines Wohnungswechsels rechtlich korrekt umzusetzen sei Aufgabe der sozialen Dienste, z.B. der AWO, erläuterte Ragini Wahl. Durch Julia Rieger, Johannes Jahn und Monika Moll erfuhren die Teilnehmenden die Grundsätze des Sozialsystems, welches in Deutschland das Recht auf Obdach garantiert. Dem Engpass an bezahlbaren Wohnraum, der im Großraum Stuttgart nicht erst durch die Flüchtlingswelle spürbar wurde, wirkt die Stadt Nürtingen mit einigen temporären Projekten entgegen bis neue kostengünstige Wohnungen gebaut werden. 10 qm stehen jedem Menschen zu, etwas mehr als Flüchtlingen in den Gemeinschaftsunterkünften, wo sie bis zur Anerkennung des Asylbedürftigkeit bzw. höchsten zwei Jahre untergebracht sind. Moderator Frieder Rieger schlug vor, das Thema Diskriminierung als eines der Themen der nächsten Konferenz zu wählen. Hoher Bedarf an Austausch sehen die neuen Nachbarn auch beim Thema "Arbeit finden".

Im Rahmen der "akademie international" hatte der Trägerverein Freies Kinderhaus in Kooperation mit der Flüchtlingsinitiative K4 (Standort Kanalstraße) bereits zweimal eine "Container-Konferenz" durchgeführt. Die Bewohner der Container waren eingeladen worden zu den Themen "Zusammen Wohnen" und "Respekt für Frauen", die von den Teilnehmenden ebenso wie das jüngste Thema selbst gewählt wurden. Alle neuen Nachbarn in Nürtingen wurden über das Netzwerk NFANT eingeladen und so kamen rund 50 Teilnehmende im Tagungsraum der Alten Seegrasspinnerei zusammen. Durch den Dolmetscherpool der Stadt Nürtingen konnte in Arabisch, Englisch, Französisch, Tigrinya (eine Sprache aus Äthiopien und Eritrea) und Russisch übersetzt werden.

Foto: Uli Schanbacher


 


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