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Fachrat für interkulturelles Zusammenleben hat Sprecher gewählt - 1.11.2017

  (pm) Die Mitglieder des Fachrats für interkulturelles Zusammenleben wurden Ende 2015 vom Gemeinderat gewählt, Anfang 2016 fand seine erste Sitzung statt. Die sachkundigen Bürgerinnen und Bürger des Fachrates beraten den Gemeinderat und können selbst Ideen und Anträge einbringen. Jetzt wurden Elisete Pedrollo und Ahmet Caglar aus den eigenen Reihen als Sprecher gewählt. Bis 2020 werden sie den Fachrat nach außen vertreten. Außerdem übernehmen sie Mitverantwortung bei der Gestaltung der Tagesordnungen sowie die Moderation.

Elisete Pedrollo freut sich auf ihre Aufgabe: „Ich möchte gerne etwas davon zurückgeben, was ich hier in Deutschland bekommen habe“, erklärt die promovierte Biologin. Sie selbst hat die brasilianische und italienische Staatsbürgerschaft und wohnt seit 2010 in Nürtingen. Vor 27 Jahren kam sie mit einem Stipendium nach Deutschland, in Heidelberg promovierte sie, lebte einige Zeit in Marburg. Aufgewachsen ist sie im Süden Brasiliens in Porto Alegre. Die Stadt mit rund zwei Millionen Einwohnern beherbergt viele deutsche und italienische Auswanderer.

Durch die Arbeit ihres Mannes in Stuttgart ist sie schließlich in Nürtingen gelandet. „Nürtingen ist ein schöner Wohnort“, bekräftigt die Zumbatrainerin. „Die Leute hier haben mich super aufgenommen.“ Nach einem Jahr sei sie schon Nürtingerin gewesen, wie sie sagt. Durch ihre Arbeit im Enzenhardtforum ist sie auf die Arbeit des Fachrats für interkulturelles Zusammenleben aufmerksam geworden. Hier erkannte sie sofort die Möglichkeit, anderen Migranten bei der Integration zu helfen. „Ich möchte mich auf diese Weise auch bedanken, denn ich habe hier in Deutschland so viele Möglichkeiten für meine Entwicklung erfahren dürfen. Das möchte ich gern auch zurückgeben“.

Ahmet Caglar kam 1997 nach Nürtingen. Der Liebe wegen hat es ihn in die Hölderlinstadt verschlagen. „Meine Frau ist deutsche Staatsbürgerin mit türkischen Wurzeln. Wir haben uns in der Türkei kennengelernt und sind dann nach Baden-Württemberg gekommen“, erklärt der gelernte Elektrotechniker. Er selbst ist in Ankara, der Hauptstadt der Türkei, aufgewachsen. Gegen eine Stadt mit fünf Millionen Einwohnern wirkte Nürtingen für ihn am Anfang eher klein. Aber daran hatte er sich schnell gewöhnt: „Ich mag die Fachwerkhäuser hier und ich liebe die saubere Präzision.“ Qualität auf höchstem Niveau ist seine Philosophie. Das erwartet der Berufsschullehrer auch von seinen Schülern. „Nürtingen hat eine interessante Ruhe zu bieten“, wie er selbst sagt. Ab einer bestimmten Uhrzeit gäbe es eine „saubere Stille“.

Er ist schon sehr lange engagiert im Bürgertreff der Stadt Nürtingen. Bei der interkulturellen Arbeitsgruppe ist er seit Beginn an dabei. Er brachte die Stelle des Integrationsbeauftragten mit auf den Weg und erarbeitete das Konzept des Fachrates für interkulturelles Zusammenleben mit. Auf seine Arbeit als Sprecher freut er sich: „Ich bin sehr gerne aktiv“.

Anfang 2016 hatte der Fachrat seine erste Sitzung und nahm damit seine Arbeit auf. Bis 2020 sind die Mitglieder gewählt, dann gibt es laut der geregelten Geschäftsordnung Neuwahlen. Jeder Mitbürger, der sich für interkulturelles Zusammenleben interessiert, kann sich bewerben. Der Gemeinderat wählt die sachkundigen Mitglieder.

„Bisher gab es noch keine Sprecher“, so Sven Singler, Integrationsbeauftragter der Stadt Nürtingen. Man wollte warten, bis sich aus der Arbeit heraus eine klare Aufgabenverteilung ergibt“. Am Anfang wäre das schwierig gewesen.  Die Arbeit am Integrationskonzept wird die Mitglieder des Fachrates zukünftig noch beschäftigen. Das sei ein langer Prozess mit ganz vielen verschiedenen Akteuren und Kooperationspartner, erklärt Singler weiter. Er ist sehr froh, eine so enge und gute Zusammenarbeit mit diesem Fachrat zu haben.



 


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