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  Kommunalpolitik
 
Wörth-Areal - Bürger wollen kein klein-Manhattan - 22.11.2010

 

(mai) Anfang November lud die Stadt Nürtingen zu einer Bürgerinformation zur geplanten Bebauung des Wörthareals in die Stadthalle ein. Das Angebot wurde rege angenommen, die Sitzplätze reichten fast nicht aus.

Oberbürgermeister Otmar Heirich erläuterte in seiner Einführungsrede die Vorgeschichte. Das fragliche Gelände zwischen Wörthstraße und Neckarufer war bisher gewerblich bebaut, war aber in die Jahre gekommen. Die Stadt stellte Überlegungen an, wie das Gelände genutzt werden kann und hielt die Schaffung von Wohnraum für sinnvoll, da die Infrastruktur schon vorhanden ist. Für dieses Vorhaben sagte das baden-württembergische Wirtschaftsministerium einen Sanierungszuschuß zu. Es wurde ein Investorenwettbewerb ausgeschrieben. Die Pläne des Siegers sind jetzt öffentlich ausgelegt.

Bei der Einführungsrede und während den Erläuterungen von Stadtplaner Michael Paak und Stadtbaudezernent Andreas Erwerle blieb es im Saal diszipliniert still. Trotzdem ließ die Stimmung im Raum keine Zweifel aufkommen: das Vorhaben kam bei der Bürgerschaft nicht gut an. Von den meisten wurde die Bebauung gar nicht rundweg abgelehnt, aber die Höhe der Gebäude (fünf Geschosse entlang des Neckars), die Architektur und die Dichte der Bebauung fanden keine Fürsprecher. Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, wer für diese Planung stimme - keine einzige Hand im Saal ging nach oben.

Unmut regte sich in der Bevölkerung auch wegen der Art des Vorgehens, dass sie erst so spät um ihre Meinung gefragt werde, wo die Planungen bereits so weit fortgeschritten sind. Zwar bewege sich dies im rechtlichen Rahmen, aber ob es auch der richtige Weg ist, wurde bezweifelt. Durch dieses Verfahren seien Fakten geschaffen worden. Die Bürger hätten nun nur vier Wochen Zeit, Bedenken und Anregungen (schriftlich) zu äußern, obwohl dies langfristig möglich gewesen wäre. Die Bürgerschaft sei daher nicht in die Planung mit eingebunden worden. Ein konstruktiver prozessoffener Dialog werde offensichtlich nicht gewünscht.

Mehrfach wurde vom Podium aus betont, dass die Bürger noch viele Möglichkeiten zur Diskussion und Meinungsäußerung hätten. Die Frage aus dem Publikum, ob der Investor auch noch hinter dem Plan stehe, wenn bedeutende Änderungen anstünden, konnte allerdings nicht mit ja beantwortet werden. Daher fragte ein weiterer Bürger ob denn unter diesen Umständen eine wirkliche Beteiligung möglich sei oder ob es nicht eher so sei, dass nur noch die Möglichkeit offen bliebe, Bittbriefe zu schreiben.

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Kommentar: Sicherlich muss die Stadt mit diesem Gelände eine wirtschaftliche Lösung finden. Allerdings ist bebauen und Geld einnehmen nur eine Variante davon. Andere Vorschläge ziehen vielleicht langfristig andere Geldströme an Land, vielleicht eher auf einer zweiten oder dritten Ebene. Das könnten Ideen sein, auf die die Profis bisher nicht gekommen sind.
Marion Tichy

Hinweis: In Nürtingen hat sich bereits vor dem Informationsabend die Interessengemeinschaft "Forum Wörth" gegründet. Sie spricht sich gegen die derzeitigen Bebauungspläne aus. Sie informiert auf ihrer Internetseite über aktuelle Aktivitäten.


 


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