Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Kinderzeitung
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Kommunalpolitik
 
Energiewende – in Nürtingen mit Biogas - 9.4.2013
Die Kreismitgliederversammlung der Grünen diskutierte in Wendlingen

 

(pm) Der geplanten Biogasanlage in Nürtingen räumten die Mitglieder des Kreisverbands von Bündnis90/Die Grünen breiten Raum ein auf ihrer Versammlung kürzlich in Wendlingen.

Als klarer Befürworter der geplanten Anlage zur Speiseresteverwertung im Großbettlinger Gatter begründete Gerhard Schwenk von der Stiftung Ökowatt Nürtingen die Unterstützung durch seine Organisation vor allem damit, dass hier ein Rohstoff verwertet wird, der sowieso anfällt in der Region und nicht etwa erst auf monotonen Maisäckern erzeugt werden muss. Die Stadtwerke Nürtingen und die Ökowattstiftung sehen darin eine sehr gute Möglichkeit, zur Energiewende beizutragen und gleichzeitig lohnend zu investieren.

Das ideale Zusammentreffen von der Lage am Rand des Ballungsraumes über den Anschluss zur Erdgasleitung, die gleichzeitige Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen zur Gärresteausbringung und die positive Resonanz der Kommunalpolitik bis zu interessierten Stadtwerken als Kooperationspartner ist für Ingrid Grischtschenko das entscheidende Plus. Die Vorsitzende der grünen Fraktion im Regionalparlament betonte, dass durch das Verwaltungsgericht nun zwar über die Ausnahmegenehmigung für den Standort im regionalen Grünzug positiv entschieden sei, das Planfeststellungsverfahren aber noch komme. Darin seien sicher noch viele Details zu klären.

Grundsätzliche Kritik am Standort kam von ihrem Fraktionskollegen Dr. Ludger Eltrop. Ein noch unklares Gärrestekonzept und Transportwege bis 150 Kilometer ließen ihn feststellen: „Das richtige Projekt am falschen Standort!“ Die Standortsuche in der Region für diese gewerbliche Anlage sei nicht nachvollziehbar überörtlich gewesen. Gerade ein überörtlicher Suchlauf sei aber bei derartigen Infrastrukturvorhaben erforderlich. Gleichwohl habe auch er nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes sich gegen eine weitere Runde in einem möglichen Berufungsverfahren entschieden.

Claus Schmidt, Ingenieur für Abfallwirtschaft und erneuerbare Energien, wies unter anderem auf Probleme hin, die durch das Einmischen von verpackten abgelaufenen Lebensmitteln entstehen; die Verpackungen seien ja dann, von der Hammermühle kleingehäckselt, in den Gärresten zu finden. Um die Gärreste auf landwirtschaftlichen Flächen auszubringen, brauche es im Übrigen 2500 Hektar, rechnete er vor – „das ist keine Fläche, die im Ballungsraum einfach so um die geplante Anlage herum zu finden ist. Die Gärreste müssen wieder weggefahren werden.“

Die folgende Diskussion warf noch Fragen nach der Auslastung bereits bestehender Anlagen in Thüringen, aber auch in Geislingen-Türkheim auf, weshalb die Notwendigkeit der Baumaßnahme als solche in Zweifel gezogen wurde. Auf der anderen Seite wurde aber auch klar formuliert, dass „Energiewende nicht geht, ohne dass man’s auch vor der Haustür merkt“.


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung