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  Kommunalpolitik
 
Nürtingen wagt das Unmögliche - 1.11.2013
Tempo 30 in Ortsdurchfahrten

 

(th) Mit dem Vorschlag, den Verkehrslärm in Neckarhausen und Reudern durch eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 297 in den Ortsdurchfahrten auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen, stand Anfang Oktober etwas ungeheuerliches auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

„Das geht doch gar nicht“, glaubte Achim Maier von den Jungen Bürgern, die sich immer wieder gerne als Anhänger der freien Fahrt präsentieren. „Das ist Tyrannei!“ meinte Klaus-Konrad Huber von der CDU.

Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr beschlossen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit nachts zu reduzieren und ein ganztägiges LKW-Durchfahrtsverbot zu beantragen. Dem hat aber das Regierungspräsidium die notwendige Zustimmung versagt mit der Begründung, dass für ein LKW-Durchfahrtsverbot die Auswirkungen auf die von der dadurch verursachten Verkehrsverlagerung betroffenen Straße untersucht und die zusätzlich belasteten Gemeinden dazu gehört werden müssten. Eine nächtliche Geschwindigkeitsbeschränkung alleine sei aber nicht ausreichend für die auch am Tag erforderliche Lärmreduzierung. Die Zustimmung zu einer generellen Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde wurde hingegen in Aussicht gestellt. Dieser Vorschlag wurde daher von der Verwaltung zur Diskussion gestellt mitsamt den notwendigen Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle (zwei Blitzsäulen in Reudern, eine in Neckarhausen, dafür Verzicht auf geplante zweite Blitzsäule in Oberensingen) und einer Personalstelle zur Einziehung der zu erwartenden Bußgelder.

Norbert Morgenthaler aus Neckarhausen bekannte, dass er persönlich den Vorschlag befürwortet, seine CDU-Fraktion aber glaubt, dass diese Maßnahme nicht vermittelbar sei und tagsüber keine Verbesserung bringe (Obwohl nach den zu Grunde liegenden Gutachten die Zahl der Gebäude, an denen die Lärmrichtwerte überschritten werden, dadurch tagsüber in Neckarhausen um 50 % und in Reudern um über 60 % reduziert werden). Michael Brodbeck von den Freien Wählern räumte ein, dass er sich schwer vorstellen kann, dass Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten eingehalten wird, weshalb die Beschränkung auf jeden Fall kontrolliert werden müsse. Er würde daher auch einer erweiterten Geschwindigkeitskontrolle mit der geplanten Blitzsäule in Oberensingen und zwei Kameras zustimmen. Markus Knöll von der SPD stimmte dem Verwaltungsvorschlag ebenso zu, wie Werner Oelkrug von der FDP. Gustav Schietinger (Freie Wähler) wies darauf hin, dass der Ortschaftsrat Reudern Tempo 30 begrüßen würde und ging davon aus, dass sich die zusätzliche Personalstelle durch die Einnahmen von Bußgeldern selbst tragen würde. Wie Hans-Wolfgang Wetzel (SPD) resümierte, zeigte die Diskussion, dass es eine Frage der Mentalität sei, ob man sich Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten vorstellen könne. Er habe damit kein Problem. Zizishausens Ortsvorsteher Siegfried Hauber lud dazu ein, sich von der Wirkung von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt in seinem Stadtteil zu überzeugen. Achim Maier erkundigte sich noch, ob Tempo 30 auch auf andere Ortsstraßen lärmgeplagter Stadtteile ausgedehnt werden könnte, was Bürgermeisterin Grau als denkbare Lösung bezeichnete.

Schließlich votierten mit den Fraktionen der Nürtinger Liste / Grüne und der SPD sowie einzelnen Mitgliedern der Freien Wähler, der Jungen Bürger und der CDU 19 Stadträte für die Beschränkung der Geschwindigkeit in den Ortsdurchfahrten von Neckarhausen und Reudern.


 


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