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  Kommunalpolitik
 
Neckar- und Museumspark statt „Wohnpark Wörth“ - 27.6.2007
Nürtinger Liste/Grüne bezieht Stellung zur Stadtbaupolitik

 

(pm) Auf dem Rathaus werden zur Zeit auf vielen Gebieten die Weichen für die Zukunft Nürtingens neu gestellt. Nicht nur beim Verkehr, sondern auch in der Stadtentwicklung stehen große Entscheidungen an. Insbesondere geht es um die Projekte Wörth-Areal, Güterbahnhofgelände und geplantes Gewerbegebiet Großer Forst. Die Fraktion Nürtinger Liste/Grüne vertritt hierbei eine gegenteilige Meinung als die Verwaltung und die Mehrheit des Gemeinderates.  In einer Pressemitteilung nimmt sie Stellung zu den Planungen für das Wörth-Areal am Neckar.

Wie kaum eine andere Stadt im mittleren Neckarraum liegt Nürtingen mit seinem alten Kern unmittelbar am Fluss mit der Möglichkeit für einen direkten Zugang. In anderen Städten gibt es wegen überörtlichen Strassen und Bahnlinien fast unüberwindliche Hindernisse zwischen den Städten und dem Fluss, wie z.B. in Bad Cannstatt, Esslingen oder Plochingen. Dennoch versuchen auch diese Städte mit großem Aufwand die Neckarlandschaft für ihre Bürger erlebbar zu machen. In Plochingen ist dies durch das Landesgartenschaugelände bereits hervorragend gelungen.

Nürtingen hat in den letzten Jahren mehrere Gebäude und Flächen am Neckarufer erworben, z.B. die EWH-Flächen. Finanzielle Unterstützung gab es dabei durch einen Sanierungs-zuschuss des Landes. Dadurch eröffnet sich die einmalige Chance am Neckar- und Steinachufer ein attraktives und fußläufig erreichbares Erlebnisgebiet zu schaffen und damit die 1996 vom Gemeinderat einstimmig beschlossene städtebauliche Leitidee „Nürtingen – Stadt am Fluss“ umzusetzen.

Wir vermuten, dass durch den personellen Wechsel im Gemeinderat und in der Verwaltung
die 1996 beschlossene Neckarkonzeption nicht mehr bekannt ist. Die Stadt hat sich seinerzeit unter Federführung des damaligen Technischen Beigeordneten Volker Fouquet für das Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ beworben. Die Leitidee „Nürtingen – Stadt am Fluss“ und die Verknüpfung bereits vorhandener Grünzüge zwischen Wörthbrücke und Aubrücke prägten diese Bewerbung. Der Eigenanteil der Stadt wurde mit 2,5 Mio. DM veranschlagt. Die gleiche Summe war als Zuschuss zu erwarten. Bedauerlicherweise konnte sich Nürtingen 1997 aufgrund einer Vielzahl von Bewerbungen nicht qualifizieren. Eine erneute Bewerbung ist nach dem Weggang von Herrn Fouquet unterblieben.

Für unsere Fraktion ist die vom Gemeinderat am 24.09.1996 getroffene städtebauliche Grund-konzeption nach wie vor zukunftsweisend. Leider fühlt sich die Stadt an diesen Beschluss nicht mehr gebunden. Mit größtem Zeitdruck werden die Weichen für eine Vermarktung der freigewordenen Flächen gestellt. Es soll der „Wohnpark Wörth“ entstehen. Der Antrag unserer Fraktion zunächst einen Ideenwettbewerb über die Nutzungsmöglichkeiten durchzuführen, wurde vom Oberbürgermeister kategorisch abgelehnt.

Unsere Fraktion beantragt, dass zumindest die Flächen der ehemaligen EWH-Gebäude, die demnächst abgebrochen werden, aus den Verkaufsüberlegungen für das Projekt „Wohnpark Wörth“ herausgenommen und der gesamte Neckaruferbereich auf einer Breite von ca. 20 Metern ein öffentlich zugänglicher Bereich bleibt. Hier muss der allgemein gültige Grundsatz am Wasser gelten: Gemeinwohl geht vor Eigenwohl!

Wir wollen, dass am Neckar – neben einem vertretbaren Anteil von Wohnbebauung – ein attraktiver öffentlicher Raum entsteht, in dem die Erlebbarkeit des Flusses ermöglicht wird und mit dem für alle, die in der Innenstadt wohnen oder arbeiten, ein Erholungs- und Spielraum geschaffen wird. Auf kurzem Weg erreichbar, ohne zwei mehrspurige Strtaßen und eine Brücke überqueren zu müssen. Ein Investor, der die gesamte Fläche verplant, wird vorrangig große Flächen für Bebauung und Freiflächen für die Bewohner des „Wohnparks“ vorsehen. Wo ist der Platz, auf dem die Kinder aus der Innenstadt sich austoben und Natur erleben können? 

Wir stellen uns vor, dass der Mündungsbereich der Steinach erheblich aufgeweitet wird und dort ein gefahrloser und attraktiver Spielbereich für Kinder entsteht. Auch das gesamte Umfeld des Museums könnte unter Einbeziehung der Fachhochschule als Landschaftspark umgestaltet wird. Des weiteren bietet sich dieser Museumsplatz als  attraktiver Haltepunkt für den stark frequentierten  Neckar-Radwanderweg von Schwenningen nach Mannheim an, der  im Bereich von Nürtingen unverzüglich von der Westseite des Flusses wieder auf die Ostseite verlegt werden sollte. Auch hier hätte Nürtingen eine vorzügliche Standortgunst, denn von Nürtingen aus  würden sich viele zusätzliche Abstecher auf die Alb, nach Beuren oder nach Kirchheim anbieten. Wir wollen deshalb lieber einen Neckar- und Museumspark statt einem „Wohnpark Wörth“. Eine Denkpause würden wir für angebracht halten.

Wir laden ein zu einer Ortsbesichtigung am Donnerstag, 5. Juli 2007, 18 Uhr und zum anschliessenden Gespräch vor dem Stadtmuseum.


 


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