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  Kommunalpolitik
 
Reinhold Rauscher wurde aus dem Gemeinderat verabschiedet - 22.10.2007

 

(mai) Die Sitzung Anfang Oktober begann, wie inzwischen fast üblich, nicht genau pünktlich. In der Schule hatten wir das zwar anders gelernt, aber jetzt sind wir ja im richtigen Leben.

Im richtigen Leben geht es ja oft auch um dieses, und am Anfang der Tagesordnung stand die Ehrung von einigen Menschen, die gemeinsam durch ihre schnelle und beherzte Hilfe im Juni diesen Jahres ein siebenjähriges Mädchen im Nürtinger Freibad vor dem Ertrinken gerettet hatten. Oberbürgermeister Heirich lobte gleich ganz Nürtingen als eine "Hinguckstadt" in einer Gesellschaft der Wegschauer, die geradezu eine Kultur des Hinschauens ausgeprägt habe.

Dann wurde der große Tag eingeläutet. Unwiderruflich stand die Verabschiedung des langjährigen CDU-Stadtrats und CDU-Fraktionschefs Reinhold Rauscher auf dem Programm, der jüngeren Platz macht. Als Zuschauer waren unter anderen seine Familie generationenweise gekommen, genauso wie der ehemalige OB Alfred Bachofer oder auch Rauschers Vorgänger Erich Besemer. Das Buch über siebenundzwanzig Jahre Zugehörigkeit zum Gemeinderat der Stadt Nürtingen wurde an diesem Abend zugeschlagen. Der als sachorientiert geltende Reinhold Rauscher wurde mit angemessenem Brimborium verabschiedet. Rauschers Frau erhielt von der Stadt einen Standardblumenstrauß, und von der CDU, die laut Stadtrat Hiller auch bei den Geschenken für Reinhold Rauscher "etwas tiefer" in die Tasche gegriffen habe, noch einen zweiten, schöneren. Hiller ist jetzt der neue CDU-Fraktionsschef. In den Gemeinderat rückte Dr. Rolf Kosiek für Rauscher nach. In einem Extra-Beitrag zeigen wir die Spuren Reinhold Rauschers in der STATTzeitungsgeschichte auf. Rauschers Stuhl in der vorderen Tischreihe wurde an diesem Abend nicht kühl. Während im Rampenlicht noch Hände geschüttelt wurden, duckte sich Thaddäus Kunzmann schon ohne Stuhlkontakt mit gepackter Tasche in der hinteren Reihe, wie ein Schuljunge, der auf das Klingeln wartet, damit er seinen Bus nicht verpasst. Beim nächsten Tagesordnungspunkt saß er in der ersten Reihe.

Danach gings dann im normalen Takt weiter. Der Bebauungsplan "Steinach II/1" zur Erweiterung des Hage-Baumarktes wurde beschlossen.

Die Planung zur Erweiterung der Mörikeschule durch das Gemeinderats-Mitglied Architekt Norbert Morgenthaler (CDU) wurde vorgestellt und überwiegend positiv kommentiert. Im Grundboden des geplanten Erweiterungsbaus wurde überraschend der Gewölbekeller eines ehemaligen Hauses gefunden. Da dieser sowieso ausgebaggert und gefestigt werden muss, ergibt sich die Möglichkeit, die Erweiterung mit einem Fahrradkeller zu versehen, was trotz weiterer Mehrkosten von der Mehrheit des Gemeinderats als sinnvoll erachtet und beschlossen wurde. Peter Rauscher (NL/G) befürchtete, dass der Anbau entlang der stark abschüssigen Straße am Kührain zu erschlagend wirke. Der Technische Beigeordnete Andreas Erwerle hielt dagegen, dass man genau deswegen eine Lösung gesucht habe, die gestaffelt in die Tiefe wirke.

Weiters wurde der Erweiterung der Umkleideräume an der Turnhalle des Högy für das dort entstehende Kunstrasenspielfeld zugestimmt.

Die Beratung über Varianten für die Verbreiterung des Aichbrückles wurde vertagt, da eine neue Variante des Technischen Hilfswerks (THW), eine sogenannte "Bailey-Brücke" geprüft werde. Das ist eine Brücke, die für militärische Zwecke und Katastrophenfälle entwickelt wurde und eventuell im Rahmen einer Übung vom THW erstellt werden könnte.

Der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Kirchheimer Straße / Schellingstraße / Robert-Mayer-Straße war nahezu unumstritten. Erhofft wird die Entschärfung eines Unfallschwerpunktes durch zwanghafte Senkung der Geschwindigkeit und eine bessere Möglichkeit für Fußgänger über die Straße zu kommen. Als Gefahr des Umbaus sah man lediglich die schlechtere Lenkbarkeit des Verkehrs, was dazu führen könnte, dass in die Robert-Mayer-Straße mehr LKW-Verkehr fließen könnte. Dem Bau des Kreisverkehrs, der ursprünglich von Bürgern angeregt wurde, wurde einstimmig zugestimmt.

Bei der Frage wie weit die bisherige 50 Prozent-Stelle des Museumsbetreuers Stüdl erweitert werden sollte, echauffierte sich Peter Rauscher von der Nürtinger Liste / Grüne darüber, dass hier der Ältestenrat wohl dafür gesorgt habe, dass trotz eines einstimmigen Beschlusses im Kultur-, Schul- und Sozialausschuß für eine 100 Prozent-Stelle nun ein Vorschlag auf nur 80 Prozent Beschäftigung vorliege und überhaupt hätte der Verwaltungsausschuß da nicht auch noch reinzureden. Er ließ sich weder vom Oberbürgermeister Heirich noch vom frischgebackenen CDU-Fraktionsvorsitzenden Hiller über die rechtliche Situation belehren, dass der Kultur-, Schul- und Sozialausschuß nur eine Empfehlung beschließen könne. Wie also auch immer der gekürzte Vorschlag zu Stande kam, die Mehrheit stimmte ihm zu.

Zugunsten des Stadtmuseums wurde auch beschlossen, Mittel für eine Neukonzeption der Dauerausstellung für den Etat 2008 einzuplanen.

Im weiteren Verlauf wurde eine Aufstellung über die Annahme von aktuellen Spenden und Schenkungen an die Stadt ohne lange Debatte zur Kenntnis genommen. Nicht wenige Firmen, Vereine oder Privatleute spendeten der Stadt Geld oder Sachzuwendungen. Beispielsweise erfuhr der Mensaverein des MPG von verschiedener Seite finanzielle Zuwendung, der Kindergarten Wacholderweg bekam einen Bollerwagen geschenkt und der Waldfriedhof wurde mit einer kleinen Summe aus den USA gesponsert. Bei diesem Tagesordnungspunkt schaffte es übrigens die STATTzeitung erstmalig auch zu einer Erwähnung in den Sitzungsunterlagen der Stadt Nürtingen: sie hatte der Stadtbücherei fünf (von ihr rezensierte) Bücher als Spende überlassen.


 


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