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  Kommunalpolitik
 
Schutzgemeinschaft Großer Forst rief zur Ortsbegehung auf - 7.2.2008

 

(mai) Anfang Februar rief die Schutzgemeinschaft Großer Forst zu einer Begehung des geplanten Gewerbegebietes Großer Forst auf. Weit über hundert Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von dem geplanten Vorhaben zu machen, das viele bisher allenfalls vom Hörensagen oder aus Plänen kannten. Einige im Gemeinderat vertretene Stadträte waren ebenfalls anwesend.

Die Veranstalter hatten die vorgesehene Fläche von 15 Hektar zuvor abgepflockt und mit Luftballons die Größe eines möglichen ersten Gebäudes markiert. Nach ihren Angaben sind das die Dimensionen eines Hochregallagers, wie es die Firma Boss aus Metzingen für hängende Waren benötigt. 

Die Begehung erschreckte viele Menschen wegen der erkennbaren tatsächlichen Dimensionen, obwohl leichter Wind die Luftballons sogar flacher hielt. Die Bauten des Lagers (mit 280 auf 190 Metern und 21 Metern Höhe möglich als angenommen) überragen die direkt nebenan bestehenden landwirtschaftlichen Betriebe (in den 60er Jahren von der Stadt hierhin ausgesiedelt) um ein Vielfaches und stellen sie damit quasi in den Schatten. Für die ansässigen Landwirte, die der Schutzgemeinschaft angehören, ist die optische Beeinträchtigung dabei zweitrangig, für sie bedeutet die Bebauung eine Existenzfrage. Viele der von ihnen bewirtschafteten Flächen sind nur gepachtet und gehen durch die Bebauung verloren. Bei dem Gebiet handelt es sich um Bodenflächen erstklassiger Qualität direkt vor der Haustüre. Die Stadt bemüht sich zwar Ausgleichsflächen anzubieten, aber selbst der Technische Beigeordnete Andreas Erwerle hat inzwischen in einer Presseinformation bestätigt, dass ein vollständiger Ausgleich mangels bereitstehender Flächen nicht erfolgen kann. Selbst wenn einige Hektar Ersatzfläche gefunden werden, bedeutet das für die Landwirte zusätzliche weite Anfahrten zu mehreren Parzellen. Ein finanzieller Ausgleich, der sowieso nicht möglich wäre, weil die Flächen nur gepachtet sind, nutzt den Landwirten (übrigens alle jung und dynamisch) nichts, weil die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse nicht mehr in ausreichender Weise möglich wäre.

Den vielen Äußerungen nach, vor Ort und in den Medien, sieht auch ein Großteil der Bürger hauptsächlich Nachteile in dem Vorhaben. Sie befürchten nicht nur die Zerstörung des Landschaftsbilds, sondern auch eine deutliche Zunahme des Verkehrs. Das Argument Arbeitsplätze mag nicht recht ziehen, viele sehen kleinere Strukturen als konjunkturell weniger angreifbar an und möchten nicht darauf vertrauen, dass ein großes Unternehmen auch wirklich Gewerbesteuern abführt, welche eigentlich der Grund für eine Ansiedlung seien.


 


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