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  Kommunalpolitik
 
Menschenkette auf dem Großen Forst - 19.2.2008

  (mai)

Am Sonntag, 17. Februar 2008, begaben sich rund 2000 Menschen aus Nürtingen auf den Großen Forst um eine Menschenkette auf dem geplanten Gewerbegebiet zu bilden, als symbolischen Beitrag zur Erhaltung der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Die Anzahl der Teilnehmer übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem. Sie hatten aus organisatorischen Gründen nur vier Hektar des in Frage kommenden Gebietes von 25 Hektar für die Kette abgesteckt, eine große Fläche, die sich trotzdem schier als zu klein erwies: die Menschen standen ringsum dicht beisammen. Auffallend viele ältere Menschen, aber auch junge Leute und Familien, nutzten die Gelegenheit, durch diesen Akt ihre Meinung zu äußern. Um 15.30 wurde die Kette für einige Minuten geschlossen.

Die Stimmung war sonntäglich-friedlich, nicht einmal Otto Unger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Nürtingen, die zumindest bisher das Gewerbegebiet befürwortet hatten, wurde konfrontiert. Er und Franziska Schaal, SPD, waren neben den Mitgliedern der Nürtinger Liste/Grüne als einzige Stadträte anwesend. Nach Angaben der Organisatoren hatte auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sein Kommen angemeldet, musste aber kurzfristig absagen.

Nach der Menschenkette gab es eine Kundgebung, bei der unter anderen die betroffenen Landwirte ans Rednerpult traten und ihre Situation erläuterten. Seit Generationen sind sie in Nürtingen ansässig und sie wollen nicht verstehen, dass ihre Existenz jetzt mit einem Handschlag weggewischt werden soll. Wie die Menschenkette gezeigt hat, stehen sie nicht alleine da. Immer mehr Menschen hegen Zweifel an Planungen der "Stadtoberen". Landwirt Gerhard Bauknecht freute sich, nie habe er gedacht, dass er einmal so viele Menschen auf seinem Hof begrüßen würde.

Die Gegner des geplanten Gewerbegebietes wollen nicht lockerlassen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Man hofft, durch Aktionen und Gespräche einen Erfolg zu erzielen um das Gewerbegebiet abwenden zu können und somit die landwirtschaftliche Fläche für Landwirtschaft, Mensch und Tier zu erhalten.


 


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