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  Kommunalpolitik
 
Klage beim Verwaltungsgericht richtet sich nicht gegen den Wirtschaftsstandort - 20.2.2009
Pressemitteilung Nürtinger Liste / Grüne

 

(pm) Die Fraktion Nürtinger Liste / Grüne verwahrt sich entschieden gegen die sich  häufenden Unterstellungen von Oberbürgermeister Heirich sowie der Fraktionen von CDU, Freie Wähler und SPD, dass die von der Schutzgemeinschaft Großer Forst initiierten Aktionen den Wirtschaftsstandort Nürtingen geschädigt hätten oder weiterhin schädigen würden. Solche Behauptungen verkehren die Tatsachen ins Gegenteil.

Fakt ist, dass die beim Verwaltungsgericht Stuttgart eingereichte Untätigkeitsklage sich nicht gegen den Wirtschaftsstandort richtet, sondern das Recht auf Bürgerbeteiligung einfordert. Es ist nach wie vor oberstes Ziel der Nürtinger Liste / Grüne, das im Mai 2008 von über 3200 mündigen Nürtinger Bürgerinnen und Bürgern unterschriebene Bürgerbegehren auf Mitbeteiligung bei der Entscheidung über die Erstellung eines Hochregallagers auf dem Großen Forst einzufordern. Es steht also die Beteiligungskultur zur Debatte und keine wirtschaftsschädigenden Aktionen. Sollte die geforderte Bürgerbeteiligung einen potentiellen Investor abschrecken, weil er sein Bauvorhaben im nichtöffentlichen Dialog durchziehen möchte, dann ist er zu Recht fehl am Platze. Wohin blindes Vertrauen in die Wirtschaft und die Banken geführt hat, erfahren wir tagtäglich aus den Zeitungen.

Ebenso entschieden verwahren sich die Vertreter der Nürtinger Liste / Grüne gegen Anschuldigungen, dass die Diskussionen um den Großen Forst die Nachfrage nach Grundstücken in der Bachhalde beeinträchtigt haben soll. Für die magere Ausbeute an Grundstücksverkäufen in den letzten 10 Jahren ist weder die Nürtinger Liste / Grüne noch die Bürgerinitiative verantwortlich. Die Bachhalde ist jedoch sichtbares Zeugnis dafür, dass Flächenbereitstellung nicht zwangsläufig Arbeitsplätze schafft.
 
Offensichtlich wird der Nürtinger Initiative auch die Schuld am Rückzug des Boss-Projekts in die Schuhe geschoben. Bereits vor einem Jahr haben indessen die Fraktion der Nürtinger Liste / Grüne und zahlreiche Nürtinger Bürger auf die negativen Folgewirkungen hingewiesen, die sich durch die Übernahme der Firma Boss im Sommer 2007 durch den englischen Finanzinvestor Permira ergeben werden. Die Firma Boss, einstmals Inbegriff eines soliden Unternehmens, wurde durch die Übernahme durch eine sogenannte „Heuschrecke“ in einen Strudel des Niedergangs gerissen. Der gesamte fünfköpfige Vorstand und sämtliche Aufsichtsratsmitglieder bis auf den Betriebsratsvorsitzenden haben inzwischen die Firma verlassen und sind durch linientreue Permira-Leute ersetzt worden. Entlassungen stehen bevor, Geschäftssparten wie die Kindermode werden ausgegliedert, der aktuelle Aktienwert beträgt nur noch ein Fünftel des Übernahmewertes, das Eigenkapital ist ausgeblutet. Der Investorengruppe geht inzwischen selbst die Luft aus. Wenn man jemandem die Schuld an dem Misslingen des Boss-Projektes in die Schuhe schieben will, dann diesen Heuschrecken. Sie waren und sind der Auslöser der weltweiten Finanzkrise und der bedauerlichen Entlassungen bei der Firma Boss.

Der Beharrlichkeit einiger Tausend Bürger ist es nicht vorzuwerfen sondern im Gegenteil zu verdanken, dass sich die Ansiedlungspläne der Firma Boss über den Sommer 2008 hingezogen haben. Ohne diesen Widerstand wäre das Bauvorhaben  möglicherweise frühzeitiger begonnen und nach dem wirtschaftlichen Niedergang der Weltfirma stillgelegt worden. Allein der Gedanke macht schaudern, dass fast um ein Haar der wertvolle Ackerboden des Großen Forsts bereits um 30 Zentimeter abgetragen und wohin auch immer verfahren worden wäre, ohne dass Boss tatsächlich gebaut hätte. Nürtingen ist in Sachen Großer Forst gerade noch einmal davongekommen ist. Die Nürtinger Liste / Grüne hoffen, dass es so bleibt. Auch nach der Kommunalwahl.


 


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