Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel
Kleinanzeigen

  Über uns


 

  Kommunalpolitik
 
Fragen zur Kommunalwahl II - 25.5.2009
Soll die Heckschnärre wieder kommen?

  (th)

Um den Stellenwert des Naturschutzes für die Parteien und Gruppierungen zu erkunden fragten wir, was sie im Gemeinderat dafür tun würden, damit der Nürtinger Vogel, die Heckschnärre (Wiesenralle, Wachtelkönig) wieder in Nürtingen heimisch wird.

Die SPD betonte, dass die Heckschnärre ihr besonders am Herzen liegt. Um sie in Nürtingen wieder heimisch zu machen fordert sie, dass in Absprache mit dem Umweltbeauftragten Maßnahmen zur Erhaltung der vorhandenen Grünflächen, Wiedervernässung trockengelegter Moore, Herbeiführung einer hohen Vegetationsdichte auf geeigneten Flächen und die Ersetzung schnell fahrender Kreiselmäher durch langsamere Balkenmäher umgesetzt werden.

Die CDU sieht ihren Einsatz für die Innenentwicklung der Stadt (Wörth-Areal, Pfluggarten, Baulückenverzeichnis) gegen die Zersiedelung der Landschaft als allgemeine Maßnahme zum Erhalt von Lebensräumen. Speziell im Hinblick auf die Heckschnärre könnten Entwicklungsmaßnahmen wie der Ausbau extensiv genutzter landwirtschaftlicher Wiesen, verbunden mit einem Wiederansiedlungsprogramm im Rahmen der Aufstellung von Managementplänen für die umfangreichen Natura 2000-Gebiete, die Nürtingen im Tiefenbachtal und den angrenzenden Höhenzügen besitzt, eine Möglichkeit darstellen, sie wieder hier heimisch zu machen.

Die Liberalen Bürger / FDP halten es in schwierigen Zeiten für den Haushalt der Stadt für wichtiger, das Sparschwein der Nürtinger Bürger zu schützen.

Die Nürtinger Liste / Grüne spricht sich dafür aus, dass die Neckarauen zwischen Neckarhausen und Zizishausen nicht überbaut werden sollen, da die Heckschnärre die Neckarauen bevorzuge. Dies gilt explizit auch für das Wörth-Areal, wo die Nürtinger Liste / Grüne wünscht, dass die Heckschnärre wieder heimisch wird.

Im Programm der Jungen Bürger Nürtingen findet sich auch unter der Überschrift „Für ein Wohlfühl-Nürtingen“ nichts zum Thema Naturschutz, da dort Maßnahmen für das Wohlbefinden der Bürger aufgezählt werden.

Die Antworten wurden in der Reihenfolge ihres Eintreffens dargestellt. Von der UFB konnten wegen Kontaktschwierigkeiten noch keine Antworten berücksichtigt werden.

Auswertung

Die Liberalen Bürger / FDP und die Jungen Bürger zeigen erfrischend deutlich, dass Naturschutz für sie keine Bedeutung hat. SPD und CDU zeigen guten Willen, aber nur allgemeine Kenntnisse über Maßnahmen zur Entwicklung des Lebensraums der Heckschnärre, die geeignet wäre als Nürtinger Zielart des Naturschutzes zu dienen: wo sollen in Nürtingen Moore wieder vernässt werden können? Die Natura 2000-Gebiete bieten keine unmittelbaren Ansätze zur Wiederansiedlung der Heckschnärre. Die CDU und noch mehr die Nürtinger Liste / Grüne nutzen die Heckschnärre als Begründung ihrer Forderungen zur Stadtentwicklung. Aber gerade die Nürtinger Liste / Grüne irrt darin, dass die Heckschnärre sich auf dem Wörth-Areal ansiedeln könnte: die Heckschnärre ist eher ein Vogel der feuchten Wiesen als der Flussauen. Vielleicht sollten die Naturschutzverbände den neuen Stadträten eine Informationsveranstaltung über die Lebensraumansprüche der Heckschnärre anbieten.

Thomas Hauptmann


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung