Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar
Leserbriefe

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Kommunalpolitik
 
Nürtingen nominierte sich selbst - 21.1.2010
oder: Hannes nominiert den Bürgermeister

  (th)

Es war ja schon etwas überraschend, dass Nürtingen, nachdem es monatelang durch die Auseinandersetzung von sich reden machte, dass die Stadt das Bürgerbegehren für einen Bürgerentscheid über die Nutzung des Großen Forst zurückwies, kurz vor Weihnachten den Engagementpreis in der Kategorie „Politik und Verwaltung“ erhielt.

Eigentlich konnte man sich nicht selbst um den Engagementpreis bewerben. Die potenziellen Preisträger sollten von anderen Personen, Institutionen oder Organisationen nominiert werden. Die erste Voraussetzung war also, dass man nicht nur selbst der Meinung ist, dass man schon lange nicht mehr richtig gewürdigt wurde, sondern dass auch jemand außen stehendes das tut. Beim Fest am Donnerstag, den 21. Januar, in der Glashalle des Rathauses aus Anlass der Preisverleihung  schilderte Hannes Wezel, der Leiter der Geschäftsstelle für Bürgerengagement bei uns, den Ablauf folgendermaßen: Im August habe er durch eine Mail von dem Wettbewerb erfahren und die Stadt (genauer: Oberbürgermeister Heirich persönlich) dafür vorgeschlagen. Ob das so vorgesehen war? Oder gab es nicht genügend Bewerbungen? Im September wurde die Stadt dann über die Nominierung informiert und erhielt einen Fragebogen zur Kurzdarstellung ihres Engagements (leider war es nicht möglich diese Darstellung der Stadt einzusehen). Und im Dezember konnte man wie seinerzeit Olli Kahn verkünden „Wir haben das Ding!“

Am Donnerstag lud die Stadt also zur Feier der Preisverleihung in die Glashalle. Oberbürgermeister Heirich begrüßte kurz die zahlreichen Anwesenden und leitete direkt weiter zum Programm des Abends. Eine Video- und Bilder-Schau unter Verwendung aller Möglichkeiten des Bildübergangs wurde auf die Leinwand gebeamt. Der Sprachkünstler Timo Brunke (Foto), der auch bei der Preisverleihung aufgetreten war, war live zu Gast und erinnerte sich, dass er als alter Kirchheimer Nürtingen ganz neu gesehen habe, als er gebeten wurde eine Laudatio auf die Stadt des Bürgerengagements zu halten. Sein Wohnort Stuttgart sei da ganz anders, keine Stadt der Bürger, sondern bürgerfern, wie er im Zusammenhang mit Stuttgart 21 feststellte. Oberbürgermeister Heirich habe ihm hingegen erklärt, dass Bürgerengagement in Nürtingen nicht heiße, dass die Bürger über alles abstimmen könnten, sondern dass die Bürger mit ihren Anliegen ernst genommen anstatt auf den Arm genommen werden. Seine abschließende Idee, starke Emotionen in einem Wut-Motor in produktive Energie umzusetzen, passt sicher nicht nur für Stuttgart. In einer Talkrunde mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Verwaltung, Bürgerschaft und Politik stellte Hannes Wezel die rhetorische Frage, warum der Prophet im eigenen Land nichts wert ist. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen stellten hingegen die Facetten des Nürtinger Bürgerengagements dar. Bei Häppchen, Gläschen und Gesprächen ging die Feier dann zu Ende.


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung