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  Leserbriefe
 
7 % Preiserhöhung! - 18.12.2017
Die Bahn langt zwischen Stuttgart und Tübingen ordentlich zu

  (th) Ich fahre jede Woche mindestens einmal mit der Bahn nach Stuttgart und löse dafür eine Fahrkarte von Metzingen nach Stuttgart. Dadurch kann ich für die Fahrt über die Verbundgrenzen von Naldo und VVS meine Bahncard 50 einsetzen und für bisher 11 € hin und zurück günstiger als mit einem VVS-Tagesticket fahren. Zum Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende hatte die Bahn Preiserhöhungen von im Schnitt knapp 2 % für ein normales Ticket (Flexpreis) in der 2. Klasse angekündigt. Als ich am Dienstag meinen Fahrschein löste, staunte ich nicht schlecht, als ich dafür jetzt 11,80 € zahlen musste. Ich verstehe schon, dass die Ankündigung „im Schnitt knapp 2 %“ bedeutet, dass es in manchen Fällen weniger und in anderen Fällen mehr ist. Aber dass die Bahn dahinter auch eine 7-%ige Preiserhöhung versteckt, hatte ich nicht erwartet.

Als überzeugter ÖPNV-Nutzer halte ich der Bahn seit Jahren die Stange, rege mich nicht ganz so sehr auf, wenn mal was nicht klappt und erinnere auch notorische Bruddler daran, dass der Bahnverkehr halt ein komplexes System ist, wo kleine Abweichungen große Wellen schlagen können und man doch eigentlich immer am Ziel ankommt. Aber diese Preiserhöhung auf der gut frequentierten Strecke Stuttgart-Tübingen finde ich doch empörend unverschämt. Möglicherweise steckt dahinter einfach das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage, die den Preis bestimmen - und bei einer hohen Nachfrage kann man halt ein bisschen mehr zulangen. Aber wenn der Bahn das zu peinlich ist, um es offen zu kommunizieren, dann sollte sie diese Handlungsweise bleiben lassen.

Ich wünsche mir einen Shitstorm für die Bahn und bedaure es diesmal, nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein.

Thomas Hauptmann

 


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