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  Leserbriefe
 
Rettet die Heimat - 30.10.2019

  Das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg erhitzt die Gemüter. Dies ist auch gut so. Das Volksbegehren wird von über 100 Organisationen unterstützt. Mit dabei sind namhafte Organisation wie der BUND, Naturland, Demeter, SPD und Linke, aber leider nicht die Grünen. In einer Zeit globalen Artensterbens, in der in Deutschland die Masse der Insekten teilweise um über 75% abgenommen hat, ist das Volksbegehren ein Schritt in die richtige Richtung. Die Bundesregierung hat sich weder in Deutschland noch in Europa für eine ökologische Wende in der Landwirtschaft engagiert. Vielmehr wird die Agrarindustrie gefördert. Wenn jetzt das große Bauersterben in Deutschland und bei uns vorhergesagt wird, dann frage ich mich, wo sind die  ganzen Mahner bisher gewesen. Heute werden mit den Agrarsubventionen nicht Artenschutz, Biolandwirtschaft und kleine Höfe gefördert, sondern es wird in der EU eine Pauschale von ca. 300 Euro je Hektar gezahlt. Egal ob der Hof 500  oder 15 Hektar umfasst , egal ob Biolandwirtschaft oder Agrarindustrie. Wo sind die Stimmen, die diesen Skandal benennen? Wir brauchen endlich eine Landwirtschaftspolitik, die die kleinen und mittleren Höfe fördert und den Artenschutz belohnt.

Die im Volksbegehren Artenschutz geforderten Maßnahmen müssen nicht in Stein gemeißelt sein, aber ohne das Volksbegehren hätte es diese Diskussion nicht gegeben und die Landesregierung sähe sich nicht gezwungen, aktiv zu werden. Wenn jetzt gute Vorschläge und Gesetze gemacht werden, die den Artenschutz, die Existenz der Höfe und Ernährung  sichern, ist das Ziel erreicht.

Dies  geschieht  aber nur, wenn das Volksbegehren Erfolg hat. Nur dann wird den Bürgern die Möglichkeit gegeben mitzubestimmen. Übrigens, kann die Landesregierung dann auch einen geänderten Gesetzentwurf zur Abstimmung stellen. Mit dem erfolgreichen Volksbegehren werden für die  Bürger mehr Optionen zur Auswahl stehen und vor allem werden die Bürgerinnen und Bürger endlich informiert, wie es um den Artenschutz und der Qualität unserer Böden bestellt ist. Ich unterstütze das Volksbegehren, weil die nachhaltige, ökologische Agrarwende alternativlos ist.

 

Heinrich Brinker
73230 Kirchheim unter Teck


 
 


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