Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel
Kleinanzeigen

  Über uns


 

  Umwelt
 
Offener Brief des LNV-Arbeitskreises Esslingen - 16.2.2012
Zu den Planungen am Wörth-Areal in Bezug auf den Hochwasserrschutz

 

(mw) STATTzeitung erhielt einen Offenen Brief von dem Sprecher des Landesnaturschutzverband (LNV)-Arbeitskreises Esslingen, den Nürtinger Karl-Heinz Frey. Der Offene Brief ist im Zusammenhang mit den Planungen am Wörth-Areal relevant und betrifft Fragen, die sich im Rahmen des Hochwasserschutzes auftun. Er ist an die Mitgliederinnen und Mitglieder des Nürtinger Gemeinderates und andere Verbände gerichtet. Der Brief im Wortlaut:

- Offener Brief -

in Sachen Hochwasserschutz am Neckar in Nürtingen

Sehr geehrte Damen und Herren,

von Seiten der Umweltverbände wird dazu aufgerufen, eine Fehlentwicklung zu stoppen.

Eine wie auch immer geartete Bebauung im Bereich Wörth muss solange ausgesetzt werden, bis eine umfassende Hochwasserplanung am Neckar erfolgt ist. Die Gründe sind so einfach wie zwingend.

Die Hochwassergefahrenkarte zeigt recht übersichtlich, dass die Lage am Wörth einen Engpass für den Abfluss des Neckars bedeutet. Die engste Stelle des Neckars in
Nürtingen oberhalb der Stadtbrücke ist der Bereich zwischen Ruderclub und Freie Kunstsschule.

Wenn man grob die Breite der Neckarausdehnung an folgenden Stellen misst, dann hat man diese Werte:

1. Wörthbrücke ca. 130 m
2. Freie Kunstschule/Ruderclub ca. 70 m
3. Streichwehr ca.110 m
4. Psychiatrie ca. 70 m, wobei dort der Neckar tiefer liegt.

Nun kommt der Umstand hinzu, der bisher aus welchen Gründen auch immer, nicht ausreichend bei der Bauplanung Wörth publik gemacht wurde: die Durchflussmengen des Neckars bei Hochwasser.
Gemäß den Vorgaben des Regierungspräsidiums sind möglichst einheitliche Wasserspiegellagen anzustreben. Aus den dargestellten Breiten des Neckars ist unschwer zu erkennen, dass sich bei diesen sehr unterschiedlichen Durchflussquerschnitten im Neckarprofil, unterschiedliche Wasserspiegellagen einstellen müssen, wenn die den Berechnungen zugrunde liegenden gleichen Durchflussmengen übertragen werden.
Wie vom Regierungspräsidium dargestellt, wird die Wasserspiegellage bei der Ertüchtigung der bestehenden Hochwasserschutzeinrichtungen, durch die Reduzierung
des Durchflussquerschnittes, um mindestens 3 cm erhöht. Diese Erhöhung entspricht ca. einer Durchflussfläche von ca. 6-7 m² im Querschnitt. Mit einer Rückverlegung des Hochwasserdammes könnte der Durchflussquerschnitt zwischen der Steinach und dem Ruderclub vergrößert und somit die Wasserspiegellage gesenkt werden. Mit der möglichen Aufweitung des Durchflussquerschnitts um ca. 30 m² im Bereich des Wörth-Areals müsste demzufolge die Wasserspiegellage um ca. 40-50 cm gesenkt werden können.
Unabhängig davon ist aus den Hochwassergefahrenkarten jedoch zu erkennen, dass sich die Überflutungsflächen durch die vorgesehene Bebauung am Wörth-Areal weiter ausdehen. Das wäre die positivste Version. Außergewöhnliche Ereignisse, wie
z.B. eine Blockade durch einen großen Baum sind nicht eingeplant. Es gibt keinen Puffer.
Unbeantwortet ist auch die Frage der Hydraulik. Die Düsenwirkung am Ruderclub hat Auswirkungen auf die Standhaftigkeit der Dämme.

Schafft man nun durch die Beibehaltung und Erhöhung des Dammes am Wörth unveränderbare Fakten, ohne eine Gesamtplanung zu haben, bedeutet dies Mehrkosten und erhebliche Eingriffe an anderer Stelle. Die Gesetze der Physik sind nicht durch einseitige Planungen aufzuheben.

Deshalb muss zuerst die gesamte Hochwasserschutzplanung am Neckar vorhanden sein, bevor am Neckar, egal ob an der Psychiatrie oder Wörth gebaut wird. Alles andere wäre unverantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen

Frey


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung