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  Umwelt
 
Algenforschungsanlage bei FairEnergie in Reutlingen - 6.9.2012
Mikroalgen bauen mithilfe von Sonnenlicht und Kohlendioxid Biomasse auf

 

(emu) Die „FairEnergie GmbH“ gehört zu den Reutlinger Stadtwerken und erzeugt umweltfreundliche Energie. Ein Projekt besteht darin, in Reaktoren Mikroalgen mithilfe von Sonnenlicht und Kohlendioxid Biomasse aufbauen zu lassen, die dann weiter verarbeitet werden kann zu Sprit und Gas.

In durchsichtigen Kammern aus PVC werden in dieser Pilotanlage die Algen in Wasser mit einem Mix aus Salzen - jede Sorte benötigt ihr eigenes Milieu - von Kohlendioxid-Bläschen durchmischt, damit alle Algen an die Außenwände zum Licht gelangen und so in ihrer Produktion angeregt werden. Im Sommer werden die Reaktoren durch eine Wasser-Sprüh-Anlage gekühlt, da die Algen höchstens 34 Grad Hitze vertragen. Von November bis März kommen sie ins beheizte Gewächshaus, da sie vor Frost geschützt werden müssen. Einmal pro Woche wird geerntet.

Ein Liter Algenmasse enthält zur Hälfte Fett, das sich durch Zentrifugieren mit chemischen Lösungsmitteln herausfiltern lässt und zu Biodiesel verarbeitet werden kann. Die übrige Algenmasse wird mit anderen organischen Resten durch Vergären in Biogas verwandelt.

Verschiedenste Algen wurden bereits auf ihren Eigenschaften hin überprüft und solche ausgewählt, die besonders effizient sind, Fett produzieren können oder besonderen Bedingungen standhalten wie beispielsweise hitzebeständigere Algen aus Oman. Auch die hiesige Teichalge Chlorella vulgaris könnte wichtig werden, weil sie bis zu 20 % Meersalz verträgt.

Die Effizienz ist sehr hoch, denn Algen wachsen 5 bis 10 Mal schneller als andere Rohstoffpflanzen. Das hört sich vielversprechend an, zumal ein solcher Reaktor wenig Land und Wasser benötigt. Allerdings vertragen die Algen nur relativ reines Kohlendioxid. Abgase müssen dafür zunächst von Schadstoffen gereinigt werden. Das verwendete Kohlendioxid stammt von einem erdgasbetriebenen Mikro-Blockheizkraftwerk. Die Reaktorbehälter müssen vor jeder Befüllung chemisch gereinigt werden und für die Beheizung und Kühlung der Algen je nach Jahreszeit wird Energie gebraucht.

So muss nach einer momentan 12-jährigen Halbzeit dieses Forschungsvorhabens noch viel an der technischen Weiterentwicklung gearbeitet werden, bevor das Projekt mit sinnvoller Energiebilanz in großem Ausmaß Anwendung finden kann.


 


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