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  Umwelt
 
Klimaschutzkonzept tritt an die Öffentlichkeit - 17.3.2013
Informationsveranstaltung im Panoramasaal

 

(th) Anfang März waren etwa 50 Bürgerinnen und Bürger der Einladung zu einer öffentlichen Information über die ersten Ergebnisse des Nürtinger Klimaschutzkonzeptes in den Panoramasaal der Stadthalle gefolgt.

Zunächst stellte Volker Kienzlen von der mit der Bearbeitung beauftragten Klima- und Energieagentur (KEA) die Problematik von Klimaveränderung und Energieverbrauch dar. So wies er unter anderem darauf hin, dass in diesem Jahr voraussichtlich sowohl die Nordwestpassage nördlich von Amerika als auch die Nordostpassage nördlich von Russland eisfrei sein werde und man erstmals seit Menschengedenken den Nordpol ohne Eisbrecher per Schiff umrunden könne. Während es das Ziel der internationalen Klimaschutzbemühungen ist, die globale Erwärmung auf 2 ° C zu begrenzen, warnt die Weltbank bereits vor einer möglichen Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 4 ° C. Die Reduzierung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern dient außer zur Reduzierung von klimaverändernden Kohlendioxidemissionen auch zur Verhinderung von umweltzerstörendem Ölschieferabbau, von riskanten Offshoreölbohrungen und gefährlichen Tankertransporten und vermindert den Geldabfluss in Erdöl- und Erdgasproduzierende Staaten.

Anschließend präsentierte Thomas Steidle von der KEA einige Ergebnisse der Analyse des Energieverbrauches und der Treibhausgasemissionen für Nürtingen. Auf Grund seiner Wirtschaftsstruktur mit einem weniger Beschäftigten in der Industrie und mehr Beschäftigten im Dienstleistungssektor, liegt in Nürtingen der Energieverbrauch pro Beschäftigtem um 22 % unter dem Bundesdurchschnitt. Auch bei der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern liegt Nürtingen mit 7 % des Endenergiebedarfes unter dem Bundesdurchschnitt, was auch auf die Nutzung der Wasserkraft zutrifft. Insgesamt entstehen in Nürtingen jedes Jahr 7,7 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner. Um bis zum Jahr 2050 das Ziel von 2 Tonnen zu erreichen, müssten die heutigen Bemühungen verdoppelt werden.

Praktische Beispiele für klimaschützende Maßnahmen präsentierte Edith Schreiner, die Oberbürgermeisterin von Offenburg. Die Stadt an der Kinzig hat vor zwei Jahren mit der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes begonnen. Bereits zuvor hatte sie ihre Verkehrsplanung stark auf die Transsportmittel des Umweltverbundes ausgerichtet und ist mit 25 % Fahrradanteil eine der fahrradfreundlichsten Städte des Landes. Insgesamt werden 52 % der Wege mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (zu Fuß, per Rad und ÖPNV) zurückgelegt. Die Hälfte der städtischen Gebäude ist inzwischen energetisch saniert. 2010 wurde ein neues Wasserkraftwerk eingeweiht, das den Strom für etwa 750 Haushalte produziert. Ziel des Offenburger Klimaschutzkonzeptes ist, bis zum Jahr 2050 die Kohlendioxidemissionen um 60 % gegenüber 1990 zu reduzieren (deutschlandweit wird eine Reduktion um 80 % angestrebt).

Nach einer kurzen Diskussionsrunde konnten die Besucherinnen und Besucher sich bei alkoholfreien Getränken und Brezeln über Klimaschutz und mehr unterhalten sowie auf Stellwänden ihre Anregungen für das Klimaschutzkonzept notieren.
Am 20. April besteht dazu für die Bürgerinnen und Bürger eine weitere Gelegenheit zur ausführlichen Beschäftigung mit dem Thema, wenn sie bei einem Workshop in der Alten Seegrasspinnerei Ideen für den Klimaschutz entwickeln sollen.

 


 


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