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  Umwelt
 
NABU-Projekt zum Schutz seltener Arten - 30.4.2013
Vier Tierarten gesucht

 

(mw) Die NABU-Gruppe Nürtingen hat sich für dieses Jahr ein besonderes Projekt vorgenommen. Ausgesuchte und inzwischen seltene Tierarten sollen erfasst und geschützt werden. Dabei geht es um das Rebhuhn, die Gelbbauchunke (siehe auch Foto oben), den Kammmolch und den Hirschkäfer.

Ziel ist es, einen Beitrag zu leisten, diese selten gewordenen Tierarten hier nachzuweisen, zu dokumentieren, Bedrohungen entgegenzuwirken und Maßnahmen für deren Schutz zu entwickeln und durchzuführen.

Dabei sind wir auf die Unterstützung naturinteressierter Menschen angewiesen“, erläutert Klaus Nimmrichter vom Vorstandssprecherteam und Initiator des Projekts. „Zuerst suchen wir in und um Nürtingen Hinweise und Beobachtungen zu den genannten Arten“, so Nimmrichter weiter. Wichtig hierbei sind Datum - bei länger zurückliegenden Beobachtungen reicht auch das Jahr -, der genaue Ort (Gemeinde, Flurnamen oder andere Gebietsbezeichnung) und die Anzahl der beobachteten Exemplare.  Mitteilungen von früheren Beobachtungen und ehemaligen Vorkommen sind ebenso willkommen. „Aus diesen Daten könnten später Verbreitungskarten bedrohter Tierarten für den Raum Nürtingen erstellt werden“, hofft Nimmrichter für die Zukunft.

Die Auswahl der Tierarten erfolgte jedoch nicht rein zufällig. Vielmehr steht das Rebhuhn für die stark im Rückgang begriffene Vielfalt in unserer Agrarlandschaft. Gelbbauchunke und Kammmolch sind Vertreter der bedrohten Amphibien, die unterschiedliche Ansprüche an ihr Gewässer stellen. Und schließlich kommt der Hirschkäfer in intakten alten Laubwaldökosystemen vor.

Vom Schutz dieser Arten profitieren zusätzlich viele andere Bewohner dieser Lebensräume. Da diese Arten stark gefährdet sind und unter Schutz stehen, dürfen sie nicht gefangen werden und sollten in ihrem Lebensraum nicht gestört werden.

Konkret hat sich auch schon einiges getan. So hat sich die Nürtinger Gruppe mit verschiedenen Rebhuhnschutzinitiativen aus dem Filderraum vernetzt und die Amphibienschutzgruppe entwickelt gerade ein Konzept für die Anlage von Kleinstgewässern.
Informationen zu den obengenannten Arten gibt es bei unseren NABU- Treffen. Auch spezielle Führungen werden angeboten, auf denen die Arten genauer vorgestellt und wenn möglich auch beobachtet werden sollen. Lebensweise und Ansprüche an den Lebensraum sowie die Bestandssituation und  Möglichkeiten für praktische Schutzmaßnahmen werden ebenso angesprochen. Spezielle Steckbriefe finden sich auch auf der Homepage der Nürtinger NABU-Gruppe: Gelbbauchunke, Rebhuhn, Hirschkäfer und Kammmolch. Dort sind auch Hinweise auf Verwechslungsmöglichkeiten aufgezeigt. So werden oft Teichmolch-Männchen, die während der Paarungszeit ebenfalls einen Rückenkamm aufweisen, fälschlicherweise als Kammmolch-Männchen interpretiert. 

Hinweise senden Sie bitte per E-Mail an info@nabu-nuertingen.de unter dem Betreff „Tierart gesucht“. Auch bei der Unterstützung von praktischen Maßnahmen sind Interessenten willkommen.
Nähere Projektinformationen finden sie unter den oben verlinkten Begriffen und weitere Informationen zum NABU Nürtingen unter www.nabu-nuertingen.de.

Fotos (urheberrechtlich geschützt, alle Rechte vorbehalten!): NABU Nürtingen/Roland Appl (Rebhuhn), Klaus Kiuntke (Hirschkäfer) und NABU Nürtingen/Manuel Werner (Gelbbauchunken). Ein treffendes Foto vom Kammmolch wird noch gesucht und gerne entgegengenommen.


 


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