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  Umwelt
 
Schwarzstörche über dem Säer - 19.8.2016
Von Herbert Willershäuser fotografiert

  (mw) Am Dienstag, den 9. August, beobachtete Herbert Willershäuser von Oberensingen aus, dass "etwa 20 Störche hoch über dem Säer kreisten". Bei der Vergrößerung stellte sich zu seiner Überraschung heraus, dass es "Schwarzstörche waren".

Diese Schwarzstörche zogen dann, so Herbert Willishäuser, in "nordwestlicher Richtung davon". Wie alle Störche fliegen sie mit ausgestrecktem Hals und ausgestreckten Beinen. Die häufiger bei uns vorkommenden Graureiher hingegen fliegen mit einem s-förmig gekrümmten Hals. Den Kopf haben die Reiher bis auf die Schultern zurückgezogen..

Schwarzstörche haben eine Spannweite von bis zu zwei Metern von Flügelspitze zu Flügelspitze. Sie nutzen beim Segeln virtuos die Thermik, die an diesem Tag über dem Säer vorhanden war. Im Flug wirkt der Schwarzstorch leichter und fluggewandter als der Weißstorch. Beide Storcharten sind Zugvögel. Die meisten Schwarzstörche überwintern in Afrika nördlich des Äquators, manche in Israel und mittlerweile auch schon in Bulgarien und Spanien. Der Abzug bei uns erfolgt Mitte August bis Anfang September, das Geschehen über dem Säer dürfte damit zusammenhängen.

Die Information über diese interessante Beobachtung verdanken wir dem NABU Nürtingen und Umgebung. Denn Herbert Willishäuser schickte die Fotos an den NABU Nürtingen weiter.

Schwarzstörche - mit wissenschaftlichen Namen Ciconia nigra - sind zur Brutzeit von Portugal bis Ostsibirien verbreitet, mit einer Ausnahme: Es gibt auch eine Brutpopulation in Südafrika. So groß dieses Verbreitungsgebiet ist, so dünn ist die Verbreitung der Schwarzstörche innerhalb dieses Gebiets. In Deutschland liegen Schwerpunkte der Verbreitung dieses gefährdeten Großvogels in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Im Tiefenbachtal bei Nürtingen kommt der Schwarzstorch als Brutvogel schon seit einiger Zeit nicht mehr vor. Der Nürtinger Gabriel Werner beobachtete Schwarzstörche in diesem Sommer in Polen, dort verhielten sie sich bei der Nahrungssuche in der Kulturlandschaft nicht sonderlich scheu.

Am Brutplatz allerdings sind Schwarzstörche gegenüber Störungen sehr empfindlich. Im Gegensatz zum Weißstorch brüten sie meistens in naturnahen Wäldern mit viel Altholz. Für die Nahrungsaufnahme und Versorgung der Jungen benötigen sie weitläufige Feuchtgebiete.

Das verglichen mit dem Weißstorch gewandtere Flugvermögen und die geschicktere Navigation benötigen Schwarzstörche für den Flug zwischen den Baumkronen.

Aufmerksame Naturbeobachter und Fotografen können auch in Nürtingen und Umgebung immer wieder bemerkenswerte Beobachtungen und Fotos machen.


Fotos: Herbert Willershäuser


 


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