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Hochwassergefahrenkarte - 6.4.2017
bei der Stadt online

  (pm) „Der Neckar kann ganz rapide ansteigen. Er sinkt aber zum Glück auch schnell wieder. Der Schaden ist trotzdem hoch, wenn’s passiert, “ erklärt Klaus Riehle vom Tiefbauamt der Stadt Nürtingen. Er ist Projektleiter für den Hochwasserschutz und arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Stadt „gesichert“ wird. Wie das Wasser seinen Weg bei einer Flut nehmen würde, zeigen aktuell die Hochwassergefahrenkarten auf der Homepage der Stadt Nürtingen. Unter www.nuertingen.de/geoportal können alle interessierten Bürger die Szenarien eines möglichen Hochwassers einsehen. Von der kleinsten Gefahrenzone bis hin zu einem 100-jährigen Hochwasser - HQ 100, wie es fachlich heißt -  sind die Hochwassergefahrenkarten in das Geoportal der Stadt eingefügt. Ein 100-jähriges Hochwasser ist eine extreme Überschwemmung die theoretisch nur alle 100 Jahre vorkommt.

„Wir können diese Karten mit den weiteren Geodaten der Stadt Nürtingen kombinieren, wie zum Beispiel den typisch baurelevanten Themen“, erklärt Lars Ostertag, der für das Geoportal Nürtingen verantwortlich ist.

In den extremen Gebieten, die vom 100-jährigen Hochwasser betroffen sind, ist das Bauen laut Wassergesetz komplett verboten. Das heißt, wenn ein Anwohner schon einen Garagenanbau realisieren will, muss dieser Plan solange auf Eis gelegt werden, bis der Hochwasserschutz in diesem Bereich erhöht wurde, berichtet Klaus Riehle vom Tiefbauamt.

Der Neckar gehört dem Land Baden Württemberg. Somit wäre der Hochwasserschutz eigentlich Ländersache. Da die Umsetzung auf Länderebene zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte, sind Oberbürgermeister Otmar Heirich, der Gemeinderat und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbst aktiv geworden.  An den Kosten für den Schutz vor Hochwasser ändert das nichts, wie Klaus Riehle bekräftigt. Die Koordination und die Arbeitsstunden liegen dagegen bei der Stadt Nürtingen.

In sieben Abschnitte soll das Neckarufer in und um Nürtingen herum gesichert werden. Bei den  ersten zwei Bauabschnitten -  von der Kläranlage bis zum Ortsende Zizishausen und von der Wörthbrücke bis zur Stadtbrücke - sind die Vorplanungen  bereits fertig. Derzeit werden die Genehmigungsplanungen erstellt. Zehn bis elf Jahre soll es dauern, bis alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Und Klaus Riehle von der Stadt Nürtingen hat nicht nur den Neckar im Visier. Auch die Nebenflüsse stehen unter Beobachtung und sollen Schutzmaßnahmen bekommen. Denn von jedem Wasser gehen Gefahren aus, wie er sagt. 

Die Schadenssumme läge bei 25 Millionen Euro. Soviel würde schätzungsweise eine 100-jährige Neckarflut anrichten können.


 


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